Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Synje Norland am 1.2.2014 in Dortmund

Synje Norland in Dortmund 10Wie angekündigt war ich gestern Abend in Dortmund und habe Synje Norland wieder einmal zugehört. Und obwohl Synje zu Beginn ankündigte, sie könne »erkältungsbedingt vermutlich nicht mit der angekündigten glockenklaren Stimme dienen« und habe etwas Angst »Herr Becker und sie könnten eventuell musikalisch ausnahmsweise etwas auseinanderdriften, sie habe aufputschendes Aspirin-Zeugs genommen, während er auf dämpfendem Hustensaft unterwegs sei«, war weder von dem einen, noch von dem anderen etwas zu merken.

Synje spielte einen Querschnitt durch die beiden Alben »Skipping Stones« und »To the other side« sowie einige neue Songs.
Und während ich mich schon beim ersten Konzert damals daran erfreute, wie Michael Becker, ihr Cellist nicht nur sein Instrument, sondern auch äußerst songdienlich ein bisschen angedockte Technik ausreizte, haben die beiden das sowohl auf der Bühne als auch im Songwriting weiter ausgebaut.
Und so wechseln sich intimste Momente mit Stimme und Gitarre ab mit großen Klang- und Beat-Collagen, in denen ein gesampelter Schlag aufs Mikro, ein paar tiefe Cello-Noten Beat & Bass geben und beide dann darüber spielen, bis zum Schluss Synje ihre eigene Stimme sampelt und mit sich selber mehrstimmig große Refrains aufbaut. Ganz groß.
Denn gerade wenn »nur« jemand mit einer Gitarre auf der Bühne steht, dann kann das ja ehrlich gesagt langweilig werden. Gitarren-Schrumm-Schrumm, you know? Aber mit Synje Norland und Michael Becker ist man da auf der sehr sicheren Seite. Dabei dient die Technik nie dem Selbstzweck, sondern erweitert Songwriting und Konzert, sorgt für Abwechslung und unterstützt die wunderbaren Songs und Synjes Stimme perfekt.
Dazu kamen noch einige Solo-Parts von Michael Becker an seinem Cello (wow.) die das Ganze perfekt abrundeten.

Es war toll.

Die Pauluskirche kann man übrigens gut mal im Auge behalten; dort finden anscheinend regelmäßig Konzerte statt, die Stimmung dort ist gut, der Sound klasse. Kann man gut machen.

Ps: Ja, das ist die Synje Norland, die auch mit Santiano unterwegs ist. Nein, die Musik, der Auftritt ist ganz anders.

Nachtrag: Auch die Dortmunder Nordstattblogger haben über das Konzert geschrieben: Synje Norland bietet erdigen Folk, experimentellen Elektropop, Streichquartett und spirituelle Sinnsuche

Synje Norlands Alben: Skipping Stones und To the Other Side (affiliate-Links)

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