Synje Norland: Who says I can’t?

Aus der Kategorie »just music«

Endlich mal wieder eine CD-Besprechung!

Ganz ganz treue Leserinnen werden sich erinnern, dass ich Synje Norland zuerst auf einer Bühne sah. Da war sie als Support von Helgi Jonsson mit ihm auf Tour, es ist über den Daumen fünf Jahre her und ich war sehr begeistert.

Dummerweise ist es damit auch gute fünf Jahre her, dass Synje neue Musik in Form von CD oder Download veröffentlicht hat. 2014 war sie noch einmal auf Tour und da hat sie auch schon ein oder zwei neue Stücke gespielt und dann hats aber trotzdem noch bis jetzt gedauert. Naja, zwischendurch war sie ja auch noch mit einer möchtegern-Piratentruppe auf See. Aber jetzt: Frau Norland hat eine neue CD veröffentlicht und morgen Abend spielt sie auch noch in Dortmund!

img_5807Heute lag die vorbestellte CD in der Post (ab dem 21. gibts sie auch regulär überall zu kaufen, downloaden usw) … – und seitdem läuft sie auch im Kreis. Und? Hat sich das Warten gelohnt?
Spoiler: Jup. Ich hatte ja damals schon angedeutet, dass Synje zwar eine blonde Frau ist, die sich eine Gitarre umhängt und ihre eigenen Songs schreibt, dass sie und ihre Musik aber meilenweit weg vom üblichen niedliches-Singer-Songwriter-Mädchen-mit-Gitarre-Klischee einzuordnen ist.
Ich bin (leider?) vollkommen raus aus den gängigen Kategorien, die großen musikalischen Schubladen kann ich immer noch benennen, aber … und es ist ja auch eigentlich vollkommen egal. Ist es Singer-Songwriter? Pop? Klassik oder Jazz? Alles manchmal. Und wenn ich mich bei diesem Album jetzt wirklich festlegen müsste, dann würde ich mich mit „Filmmusik“ retten. Und anfügen: Musik, die Filme im Kopf macht.
Genau: Songs, die Bilder im Kopf entstehen lassen, Atmosphäre aufbauen, mich an einsame dänische Strände versetzen, wo mir nur Wind und Meer klar machen, dass sie groß und ich klein bin. Und dann ist es egal, ob das das klassisch anmutendes Cello-Solo-Stück „Escape““ ist oder der tanzbare four-to-the-floor-Beat von „Bigger and Better“.

Neben der eher strengen Single „Who says I can’t“ kannte ich das unfassbar große „The ruler of the golden age“ schon, das hat sie Ende 2014 schon einmal mit dem passenden großen Orchester live gespielt. Kann man gut mal richtig laut hören:

Auch „Riverside“ hatte sie vor zwei Jahren schon gespielt – wenn ich mich richtig erinnere hatte sie es eine Aufarbeitung der Jahre auf dem Schiff genannt. Hihi.

Macht neun für mich neue Songs also, alle einzelne kleine große Kunstwerke, vielseitig im Stil, hervorragend komponiert und auch produziert. Und alle nicht nur aber auch wunderbare Plattformen für Synjes große Stimme, die anscheinend über in den letzten Jahren noch wuchs und vielseitiger geworden ist. Vom glockenklaren Einschmeicheln bis hin zu gänsehaut-bösen düsteren Tönen. Alles dabei, alles im richtigen Moment eingesetzt und … ach, ich komm’ jetzt gar nicht so gut in sachlich-neutrales Schreiben, macht ja aber auch nix, das ist ja ein Blog und kein Musikfachmagazin.
Hörts Euch an.

Das ist eine wirklich tolle Platte, Frau Norland; ganz großes Kino.

Und ich sollte vielleicht endlich mal aus dem Quark kommen, hier liegt im Ordner „musik/remixes“ eine angefangene Version von Ishmael. Auch schon seit viel zu lange


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