Thanks Pheebs

Aus der Kategorie »just people«

Treue Leserinnen werden es wissen: Ich guck ja ganz gerne „Friends“.

Eine meiner Lieblings-Geschichten ist die als Phoebe beginnt, mit Ross über die Evolution zu diskutieren. Ross, der ja als Paläontologe arbeitet kann es nicht fassen, dass sie vor ihm steht und die Bedeutung der von ihm so geliebten Knochenfundstücke anzweifelt und ihm schließlich sogar die Frage stellt „Bleibt nur das Problem: Wer hat die ganzen Knochen eingegraben?“

Er schmuggelt sogar versteinerte Fundstücke aus dem Museum nach Hause, um sie zu überzeugen – aber dummerweise bekommt er von seiner Freundin dann einen Vortrag zu hören, den ich mal kurz so zusammenfassen möchte: „Gab es nicht eine Zeit, in der die schlausten Köpfe davon ausgingen, die Erde sei eine Scheibe? Ist es nicht erst wenige Jahre her, dass man davon ausging, dass das Atom das kleinste unteilbare Teilchen ist? Bist Du also wirklich so arrogant zu behaupten, dass es nicht eine winzigkleine Chance gibt, dass es anders ist, als Du denkst?

Ach, seht selbst:

Wie ich darauf komme?
Die oben bereits erwähnten treuen Leserinnen werden wissen, dass ich gelegentlich die Hilfe von Menschen aufsuche, die – mal vorsichtig umschrieben – von den deutschen Krankenkassen nicht bezahlt werden. Zum Beispiel, um mir meinen Rücken wieder gerade richten zu lassen.
Als ich letztens dort auf der Liege lag dachte ich darüber nach, wie erstaunlich ich es finde, wenn Menschen dort draußen nicht nur bezweifeln, was ich dort tue – sondern wenn sie in langen missionarischen Hasstiraden über den Unsinn von allem was nicht (westeuropäische) herkömliche Medizin ist ranten müssen. Oder wenn selbst die „toleranteren“ erst lang und breit erklären, dass sie natürlich nicht an die Wirkung von Nadeln / Handauflegen / Kügelchen / whatever glauben. Aber es trotzdem geholfen hat. Oder angenehm war. Oder so.

Couldn’t you just open your mind like this much and admit that there’s a teeny tiny possibility that you could be wrong about this? Und mich dann in Ruhe lassen? Merci.


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Wer? Was? Warum?

Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

3 Reaktionen

Am 16.02.2010 um 10:46 Uhr schriebS:

I like your style.

Abgesehen davon dass ich Friends liebe hast du auf jeden FAll recht.. sicher, man muss nicht von allem Fan sein. Ich hab mich dahingehend auch erst belehren lassen müssen. Selbst wenn ich nicht an alternative Medizin „glaube“ brauche ich andere dafür nicht zu verurteilen, wenn es ihnen hilft.


Am 16.02.2010 um 10:58 Uhr ergänzte Christian:

Thx :)
Mir persönlich ist der Glaube daran total egal. Ob ich jetzt an chemische Verbindungen auf zellularer Ebene oder an Energiefluß glaube, das ist doch im Endeffekt recht egal, aber darum sollte es ja auch gar nicht gehen …
Ich probier halt aus, was mir hilft und was nicht und möchte gerne diese Suche in Ruhe vor anderer Leute missionarischem Eifer (in alle Richtungen) suchen dürfen.


Am 16.02.2010 um 11:30 Uhr sagte Dentaku:

Dieses „Leben“-Zeug ist sowieso so kompliziert, dass die zuständigen Wissenschaften (Medizin, (Mikro-)Biologie,…) es bisher nur auf sehr makroskopischer Ebene verstanden haben („Wenn das ganze Blut rausläuft, das ist nicht gut.“).

Niemand kann deshalb ernsthaft behaupten, genau zu wissen, was mit dem Körper passiert, wenn man z.B. ein Klanggefäß draufstellt und da dagegenhaut. Kann was bringen, kann auch Quatsch sein. Man weiß es bisher einfach nicht.


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