This Is How I Work

Aus der Kategorie »just jawl«

Der Herr Johannes bewirft mich mit ein paar Fragen, die gerade wie wild durch die Blogosphäre wandern. Find ich gut.

Blogger-Typ:
Ach, was weiß ich? Im Moment ein sehr unlustiger, der Alltag will so viel Kraft von mir haben und ich kann Euch immer noch nichts davon erzählen, was ich sehr doof finde. Allgemein würde ich sagen: Alles-worauf-ich-Lust-habe-Blogger. Mein Konzept war schon immer, keins zu haben und wir fühlen uns damit recht wohl, mein Blog und ich.

Gerät­schaf­ten digi­tal:
Tagsüber ein unfassbar schneller Windows-PC, sonst ein kleines MacBookPro. Ein iPhone (im Moment ein 5er) und eine Canon EOS 450. Manchmal darf ich mir der Frau ihr iPad ausleihen.

Gerät­schaf­ten ana­log:
Neben mir zwei Stapel Papier, einer mit Notizen drauf und einer mit Fehldrucken. Ist der mit den Notizen voll, hefte ich ihn ab (ehrlich), nehme mir einen neuen von den Fehldrucken und drehe ihn rum. Und – schwups – habe ich einen neuen Notiz-Zettel.
Ich stehe sehr auf die matte alu Lamy-Serie und habe einen Füller und einen Tintenroller und einen Druckbleistift davon. Was ich nicht mehr habe nach 16 Jahren am Rechner ist eine Handschrift.
Keine Bücherchen, keine Kladden.

Arbeits­weise:
Losschreiben und veröffentlichen. Es ist selten, dass ich etwas über Nacht liegen lasse, dass ich es überdenke oder sonstwie reifen lasse. Alles direkt im WordPress-Editor; in der letzten Zeit habe ich mir immerhin angewöhnt, vor dem Veröffentlichen alles noch einmal in Word zu werfen und F7 zu drücken. Und so meine Tippfehlerquote etwas zu senken.

Wel­che Tools nutzt du zum Blog­gen, Recher­chie­ren und Bookmark-Verwaltung?
Wie gesagt: Zum Bloggen WordPress mit meinem selbstgebauten Theme. Keine Blogging-Tools.
Seit ich Pinboard bezahle, benutze ich es nicht mehr.
Ach ja: Evernote ist super. Glaube ich jedenfalls, ich werfe da nämlich dauernd was rein. Aber man kann darin bestimmt auch etwas finden oder lesen, habe ich mir sagen lassen – wie gesagt: Evernote ist super.
Ich lese das Web quasi nur im Reeder – auf dem MacBook oder auf dem iPhone. So lange es den GoogleReader noch gibt, habe ich theoretisch die Möglichkeit, auch auf dem PC einen synchronisierten FeedDemon zu nutzen, aber das geht wegen der Hässlichkeit dieser Software nicht.
Für die Zeit nach GoogleReader bin ich inzwischen schon mal zahlender Kunde bei feedbin.me geworden.

Wo sam­melst du deine Blogideen?
Im Kopf. Wenn sie es da nicht bis zur nächsten Möglichkeit, sie niederzuschreiben aushalten, dann waren sie es auch nicht wert.
Und ich vermute, in Evernote liegen auch welche aber – wie gesagt – ich guck da ja nicht rein.

Was ist dein bes­ter Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?
Ich verrate Euch mal etwas: Man kann Zeit gar nicht sparen. Man kann nur das was man tut, mit weniger Seele machen, weil man glaubt, dann hätte man mehr Zeit für das danach. Ist aber gelogen und nimmt dem jetzt sehr viel Qualität.
Außerdem, um es mit einem Sniper in einem schlechten Film zu sagen: Langsam ist präzise und präzise ist schnell.

Benutzt du eine To-Do-List-App?
Jep: teuxdeux. Ist aber im Moment irgendwie kaputt. Also nehm ich die Zettel, die rechts neben mir liegen oder mach mir Termine im Kalender.

Gibt es neben Tele­fon und Com­pu­ter ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?
Ja: Ohne mein Auto. Das ist für Euch hippe Großstädter wahrscheinlich unvorstellbar, aber ich bin ohne mein Auto quasi tot.

Gibt es etwas, das du bes­ser kannst als andere?
Bestimmt. Und es gibt immer wieder andere, die es trotzdem noch ein bisschen besser können.
Was ich – glaube ich – recht gut kann ist: Dinge in Zusammenhänge bringen und ordnen. Und über Tellerränder gucken.

Was beglei­tet dich musi­ka­lisch beim Bloggen?
Spotify. Was ich da höre kann man im Web sehen. Ich habe immer Musik laufen – was, das kann vollkommen variieren, ist aber oft Tina Dico.

Wie ist dein Schlafrhyth­mus – Eule oder Nach­ti­gall Lerche?
Vollkommen kaputt. Eigentlich kann ich ganz gut abends spät noch und bin nachmittags zu nichts zu gebrauchen – aber gesellschaftliche Konventionen zwingen mich in einen 9to5-Rhythmus. Deswegen kann ich über meinen Schlafrhythmus nichts mehr sagen.

Eher intro­ver­tiert oder extrovertiert?
Ich bin nicht introvertiert, ich öffne mich nur selektiv.
Das hatte ich jedenfalls mal auf einem T-Shirt stehen – kam total gut an, bei den anderen. Not.
Aber im Ernst: Introvert mit der Fähigkeit, ein paar gesellschaftliche Events im Jahr und den notwendigen Berufskram einigermaßen heile über die Bühne zu kriegen. Privat wissen die meisten Menschen inzwischen gut genug über mich Bescheid, dass wir das hinbekommen.

Wer sollte diese Fra­gen auch beantworten?
Ich bin doch der letzte, oder?

Der beste Rat, den du je bekom­men hast?
Mach mal.

Noch irgend­was wichtiges?
Nö. Das Ding mit dem Zeitsparen hab ich ja oben schon erwähnt.


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17 Reaktionen

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Am 14.05.2013 um 14:56 Uhr wusste Etosha:

Deine Ausführungen zum Zeitspar-Trick sind höchst eloquent. Hat was!


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