UI-Design noch wichtiger als man denkt

Aus der Kategorie »just tools«

Menschen benutzen Computer. Früher™ musste man dazu Befehle kennen, die man in die Tastatur tippte und auf die der Computer hoffentlich so reagierte, wie man das wollte.
Dann erfand jemand die graphische Benutzeroberfläche und angeblich wurde alles viel leichter. (Wer ein bisschen hinter dieser Oberfläche mal darüber nachdenken mag ob wirklich alles leichter wurde, dem kann ich nur noch einmal dieses Buch ans Herz legen.)

Wir hier – und mit diesem „Wir“ meine ich alle Menschen, die täglich und auch gerne am Rechner sitzen, die sich einen Rechner gerne so einrichten, das sie ihn möglichst effektiv bedienen können – wissen irgendwie, dass eine Benutzeroberfläche nur … – eben eine Oberfläche ist. Dass Oberflächen sich ändern können.

In der Welt der Normal-User sieht das wohl eher so aus: Der eine hat sich ein eigenes Foto als Desktop-Hintergrund eingerichtet, der nächste hat das XP-Blau gegen das XP-Silber getauscht oder sogar ein anderes Theme eingerichtet. Die wenigsten spielen mit irgendwelchen Programmen, die das Aussehen komplett ändern. (Ich schon.)

Dass diese Spielereien wirklich verwirren können habe ich letztens wieder fast schmerzlich erfahren:
Ich ertrage ja das Standard XP-Aussehen nicht und so ist einer der ersten instinktiven Handlungen bei einer Neuinstallation ja zumindest mal der silberne Skin. Oder, wenn ich den Menschen mag und ihm was schönes antun will auch die Installation des Zune-Themes.
Letztens hatte ich mal wieder ein Laptop eingerichtet – aber da kam jetzt vom Besitzer die Rückmeldung, er fände sich nicht mehr zurecht. Das sei ja jetzt alles schwarz, da fände er die Sachen nicht mehr.

„Wieder was gelernt“, hab ich gedacht, habe geseufzt und wieder auf Bonbon-blau umgestellt. Das war dann richtig und ich wurde bedankt und durfte wieder gehen.


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