Verbot von Computersicherheitswerkzeugen öffnet Bundestrojaner Tür und Tor

Aus der Kategorie »just politics«

Jetzt habe ich Angst. Endgültig.
Warum kann man eine Technik, auf der die Organisation unsere gesamten Gesellschaft ruht nicht in die Hände von jemand legen, der davon Ahnung hat?
Denn wer ein solches Gesetz schreibt, fodert, durchwinkt oder auch nur toleriert – der hat entweder Ideen im Hinterkopf, von denen ich überhaupt nichts wissen will – oder sowas von keine Ahnung, dass es mir schelcht wird bei dem Gedanken.

Der Bundestag hat heute das Verbot von Computersicherheitswerkzeugen unverändert durchgewunken (Strafrechtsänderungsgesetz zur Bekämpfung der Computerkriminalität, neuer § 202 StGB). Bestraft werden soll insbesondere das Herstellen, Programmieren, Überlassen, Verbreiten oder Verschaffen von Software, die für die tägliche Arbeit von Netzwerkadministratoren und Sicherheitsexperten dringend notwendig ist.

Verbot von Computersicherheitswerkzeugen öffnet Bundestrojaner Tür und Tor


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8 Reaktionen

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Am 25.05.2007 um 17:03 Uhr kommentierte Matthias:

Wenn man das so liest, hat man das Gefühl, dass das Demokratieverständnis ivordergründig mit abstrusen Sicherheitsbedenken mit Füßen getreten wird :-O


Am 25.05.2007 um 18:53 Uhr ergänzte moritz:

hmm… warum geben die nicht adressen raus an die man ein image seiner festplatte schicken kann (auf eigene kosten natürlich), so alle 2 wochen. eine zwangs dsl anschluss vorrausgesetzt ist es auch denkbar das man einfach immer kontinuierlich alle tastatureingaben und alle paar sekunden einen screenshot übermittelt (auch hier trägt natürlich der nutzer die kosten).

ich glaube ich schmeiss den ganzen online und computer kram weg und werde waldbauer im siegerland oder kühlschrankvertreter am südpol.


Am 25.05.2007 um 20:59 Uhr schriebCountZero:

ich sags ja seit monaten – es wird dringend zeit, daß jemand diesen mann seines amtes enthebt und in diesem land wieder echte demokraten das ruder übernehmen.


Am 25.05.2007 um 22:33 Uhr antwortete smiley:

Auch auf die Gefahr hin, dass das schon bekannt ist, lasse ich mal folgende URL fallen: http://www.tauss.de/presse/presse_2007/20070525_computerkriminalitaet/

Besonders die letzten beiden Absätze…

Ich nehme mir jetzt einen Eimer, und überlege eine Lösung für mich. Entsprechende Tools auf im Ausland parkenden Servern sollten ja wenigstens wieder eine Grauzone bilden.


Am 26.05.2007 um 3:07 Uhr kommentierte CountZero:

mal ganz dumm gefragt – kann man gegen ihn nicht einfach anzeige wegen verfassungsfeindlicher umtriebe und bildung einer terroristischen vereinigung erstatten? wäre doch mal eine aktion, seine eigenen wirren ideen gegen ihn zu verwenden.


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Auch anderswo wird darüber gesprochen …

Wenn man das so liest, hat man das Gefühl, dass das Demokratieverständnis ivordergründig mit abstrusen Sicherheitsbedenken mit Füßen getreten wird :-O
hmm... warum geben die nicht adressen raus an die man ein image seiner festplatte schicken kann (auf eigene kosten natürlich), so alle 2 wochen. eine zwangs dsl anschluss vorrausgesetzt ist es auch denkbar das man einfach immer kontinuierlich alle tastatureingaben und alle paar sekunden einen screenshot übermittelt (auch hier trägt natürlich der nutzer die kosten).ich glaube ich schmeiss den ganzen online und computer kram weg und werde waldbauer im siegerland oder kühlschrankvertreter am südpol.
ich sags ja seit monaten - es wird dringend zeit, daß jemand diesen mann seines amtes enthebt und in diesem land wieder echte demokraten das ruder übernehmen.
Auch auf die Gefahr hin, dass das schon bekannt ist, lasse ich mal folgende URL fallen: http://www.tauss.de/presse/presse_2007/20070525_computerkriminalitaet/Besonders die letzten beiden Absätze...Ich nehme mir jetzt einen Eimer, und überlege eine Lösung für mich. Entsprechende Tools auf im Ausland parkenden Servern sollten ja wenigstens wieder eine Grauzone bilden.
mal ganz dumm gefragt - kann man gegen ihn nicht einfach anzeige wegen verfassungsfeindlicher umtriebe und bildung einer terroristischen vereinigung erstatten? wäre doch mal eine aktion, seine eigenen wirren ideen gegen ihn zu verwenden.