Vier! Vier! Vier! Vier!

Aus der Kategorie »just music«

Mit Erschrecken habe ich gerade festgestellt, dass es jetzt 15 Jahre her ist, dass sie mir das erste mal begegneten:
Ich hatte damals endlich die Haare lang und mir vom ersten Zivi-Gehalt eine Lederhose gekauft. Da sah ich bei MTV ein Video bei dem sich der Regisseur offensichtlich gedacht hatte: Lass ich die Typen einfach nicht aufs Klo, dann tanzen die viel lustiger. Die kanarienbunten Klamotten hingegen konnte ich mir gar nicht erklären und die Musik fand ich scheisse: HipHop mochte ich nicht. So aus Grunge-Credibility-Gründen.

Dummerweise musste ich feststellen, dass einer meiner Freunde nicht nur diesen Tanzstil sofort adaptierte, nein, er wollte auch in dem Tonstudio, was er gerade plante genau so etwas machen.
Freunden vertraut man ja und nebenbei zeigte er mir schließlich auch noch so Sachen wie House of Pain, Arrested Developement oder auch Incognito was ja eigentlich alles recht cool war.
Also hab ich mir die nächste Scheibe dann mal angeschaut und – Überraschung! – die Vier gewannen das erste mal meinen Respekt. Weil sie nämlich alles anders gemacht hatten, als die meisten es erwartet hätten. Und da steh ich ja drauf.
(Wenn Ihr ein bisschen Zeit habt, dann klickt übrigens mal bei YouTube vorbei und schaut Euch die Fernsehserie an, die die vier zu dieser Zeit gedreht haben – aber das nur nebenbei.)

Die nächste Platte begrüsste mich dann mit „Hier ist überall Lauschgift!“ und verließ über viele Monate mein Autoradio nicht – im Nachhinein denke ich auch immer noch, dass das ihre beste Platte war.

Lustigerweise hätte ich lange Jahre auf die berühmte Frage „Was hörst denn Du für Musik?“ die Vier erst einmal nicht genannt. Vermutlich immer noch aus irgendwelchen Credibility-Gründen. Oder weil ich die Vier halt „auch“ gehört habe. Trotzdem hab ich mir troy jede neue Platte gekauft und rannte – nachdem ich begriffen hatte, dass sie mit einer echten Band auftreten – irgendwann zu jeder Tour und hüpfte „Pop-Pop-Populär!“ – brüllend auf und ab. Das im übrigen so konsequent, dass die Vier heute mit Abstand auf Platz eins der meisbesuchten Konzerte stehen. Ich sah sie unplugged in der Balver Höhle, ich sah sie ganz schön plugged auf einer Geheimtour in der völlig überfüllten Zeche Bochum und im Frühjahr wäre ich ja sogar auf einer Aftershowparty gelandet, wenn die Herren nicht zu müde gewesen wären.

Ich glaube ich muss mich jetzt mal endgültig dazu bekennen. So stehe ich jetzt in der Ecke auf ner Kiste, praktisch nackt und sage: Ich bin ein Fan der Fantastischen Vier.

Und werde heute Abend bestimmt wieder stockheiser aber glücklich die Halle verlassen.


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