Was ist eigentlich mit Euch los?

Aus der Kategorie »just people«

Eine Frau erzählt in einem Blogartikel, dass sie über Jahre betrogen worden ist; dass sie geliebt hat und betrogen wurde von jemandem, der systematisch eine falsche Identität aufgebaut hat und offensichtlich Freude daran hatte, sie zu manipulieren.

Die Reaktion in irgendeinem sozialen Netzwerk ist: Also ich hätte ja dieses Detail im Bericht anders gemacht, das ist falsch von ihr.

 

Eine Frau erzählt, dass sie Jahrzehnte lang unter ihrem Körper gelitten hat. Was sie alles versucht hat, um abzunehmen, um sich anzupassen, um nicht mehr zu leiden, wie sie von anderen ob ihres Aussehens verachtet wurde und wie es ihr jetzt im Moment gerade damit geht.

Hurra, man kommentiert: Probier doch mal diese Diät, die hat mir ja auch total geholfen, als ich letztes Jahr meine Bikinifigur schneller brauchte als gedacht.

 

Die Zeitung bringt einen Bericht über eine Frau die über viele Jahre von einem Online-Stalker belästigt worden ist. Wie er ihr Leben eingeschränkt hat, wie er über mehrere Jahre jeden einzelnen Tag präsent war und wie ihr niemand geholfen hat.

Die Reaktion ist: Boah ist die doof, die hätte doch einfach nur diesesjenesirgendwas tun müssen; so wie sie es gemacht hat, das war falsch.

 

Während des #aufschreis erzählen tausende Frauen davon, wie sie belästigt wurden, belästigt werden, wie sie ihr ganzes Leben darauf ausgerichtet haben, dass sie immerhin nur so wenig wie möglich belästigt werden und nicht schlimmeres passiert.

Die Reaktion: StellDichdochnichtsoan, kanndochgarnichtsein, wasgehstdudennauchalleineaufdieStrasse.

 

Eine Frau erzählt, dass sie mehrere Jahrzehnte mit ihrem kompletten Leben gehadert hat. Dass sie alleine war, dass sie gelitten hat, dass sie jahrelang traurig war. Dass sie dann zufällig eine Begründung für all das bekommen hat und jetzt zumindest versteht, was los ist.

Die Reaktion sind Häme und Spott und Hass, weil sie sich ja offensichtlich jetzt was besseres fühlt, weil sie ja schließlich in Zeile 35 von 250 zwei Schimpfwörter benutzt hat und wiemanindenWaldhineinsoauchherausesschallt.

 

Eine Frau erzählt, dass Ihr Ex-Freund Jahre lang vor ihrer Haustür, im Auto neben ihr, in ihrer Kneipe, vor ihrem Fenster saß, stand, ging, fuhr. Wie sie nicht mehr schlafen konnte, wie sie ihre Arbeit verlor, wie es Jahre dauerte, bis sie etwas tun konnte und dass sie noch heute – umgezogen in einer neuen Stadt – ständig Angst hat.

Man kommentiert: Du, mich hat auch mal jemand drei Wochen lang jeden! Tag angerufen, Du musst da einfach drüber stehen, Du.

 

Was ist eigentlich mit Euch los? Sagt mal, lest Ihr eigentlich was da steht, wenn Ihr solche Artikel lest? Habt Ihr vergessen, was es heißt, sinnentnehmend zu lesen? Begreift Ihr nicht, dass sich jemand, der Jahre lang in einer Situation lebt, Euren klugen Ratschlag in diesem kleinen Moment nicht braucht? Dass er oder sie sich jeden Eurer klugen Gedanken schon gemacht hat? Dass es in diesem Moment, in dem so ein Artikel in die Öffentlichkeit kommt, vielleicht auf nichts anderes ankommt, als auf das Erzählen an sich?
Seid Ihr so arrogant und unempathisch, dass Ihr, nur weil Euer Leben Euch bisher von Unglück verschont hat, dem anderen sagen könnt: „Selber Schuld, hättest Du vor x Monaten ein Detail verändert wäre Dir das alles erspart geblieben“?
Seid ihr so verunsichert, dass ihr jede Erwähnung einer Schwäche irgendwo auf der Welt nutzen müsst, um Eure eigene vermeintliche Stärke noch mal schnell zu demonstrieren?
Glaubt Ihr wirklich, dass ein solcher Artikel eine Aufforderung an Euch ist, einen spontanen, fünf Sekunden gereiften „ich hab auch schon mal irgendwann, Du“-Kommentar zu blubbern?

Warum the fuck ist „Betroffenheit“ ein Schimpfwort? Warum „Mitleid“? Warum „Gutmensch“? Was wollt Ihr denn sein – Schlechtmenschen?

Was zur Hölle ist eigentlich mit Euch los?


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Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

191 Reaktionen

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Am 26.06.2013 um 9:22 Uhr wusste Etosha:

Wow. Gut gebrüllt!

Ich glaube, dass solche Kommentierer damit ihre innere Oberfläche ruhigstellen. Sie rücken ihr Weltbild wieder gerade, sozusagen. „Alles nicht so schlimm, man hätte nur dieses tun müssen, und dann…“ Sonst müssten sie an diesem Weltbild etwas ändern, sich etwas vorstellen, was nicht vorstellbar ist, bevor sie wieder in ihren eigenen Alltag eintauchen müssen.

Denn Mitleid, Mitgefühl ist etwas, das man in erster Instanz aus eigenen Erfahrungen erwirbt. Daher auch die Vergleiche „Ich hab auch mal“… Mit viel gutem Willen könnte man sogar sagen, sie versuchen es ja. Aber sie kommen an diese Ebene nicht ran – da ist zu viel, was unnachvollziehbar bleibt, weil es der eigenen Erfahrung widerspricht oder darin schlicht nicht vorkommt. Selbst die simple Erkenntnis, dass der Kommentar vielleicht besser ungeschrieben bliebe, ist auf der Fähigkeit zum Mitgefühl aufgebaut.

Doch ich möchte glauben, dass ein kleines bisschen zurückbleibt und nachwirkt, selbst dann, wenn der erste hingeworfene Kommentar nicht danach aussieht. Das Bewusstsein dehnt sich aus, vielleicht kann man es nur nicht an den ersten Reaktionen messen.

Kommentare haben viel mehr mit dem Schreiber zu tun als mit dem Gelesenen. (Auch dieser!)
Das Prinzip gilt auch für den persönlichen Umgang. Mir fällt dieser Umgang leichter, wenn ich das als Tatsache im Hinterkopf behalte.

Anders gesagt: Matte Scheiben spiegeln nicht.


Am 26.06.2013 um 9:22 Uhr ergänzte Johannes Mirus:

Jedes einzelne Wort unterstrichen.


Am 26.06.2013 um 9:23 Uhr antwortete Johannes Mirus:

(Etoshas Kommentar: ♥)


Am 26.06.2013 um 9:40 Uhr kommentierte Frau Meike:

Ich habe jetzt 3x Anlauf genommen für einen Kommentar, komme aber zu dem Schluss, dass für den Moment ein . völlig ausreichend ist.

.


Am 26.06.2013 um 9:41 Uhr kommentierte Christa Hengsbach:

Ach, ich glaube, dfass ist so eine Mischung. 1. Mann/Frau grenzt sich gerne ab von dem Leid anderer. Warum? Es ist nicht leicht alles Schwere an sich rankommen zu lassen. Deshalb schnell her mit Ratschlägen und Vorschlägen, was man anders machen kann. Schnell den <Deckel drauf!
Mitgefühl fängt erst da an, wo man vielleicht so etwas selbst erlebt hat oder das Leid anderer annehmen und auch aushalten kann kann ohne sich damit zu stark zu identifizieren und versucht durch Hinschauen bewusst etwas zu ändern an diesen Verhältnissen. Das ist immer wieder nicht leicht. Wir haben heute in der Regel ein beschauliches , angenehmes Leben wo Leid , Armut, Ungerechtigkeit usw. störend wirken und da kostet es Einsicht und Überzeugung, dass es vielen Menschen nicht so gut geht, Spaß und Fun und das eigene Ego stehen hoch oben!


Am 26.06.2013 um 9:46 Uhr antwortete percanta:

!


Am 26.06.2013 um 9:59 Uhr ergänzte Anke:

.

(Deswegen mag ich den Punkt so gerne. Wenn es dem oder der Aufschreibenden nur um das Aufschreiben geht, so geht es mir beim Punkt darum zu signalisieren: „Ich höre dir zu, ich bin da, ich versuche, dich zu verstehen.“ Mehr wird von mir nicht erwartet – und schon gar kein „Hey, ich weiß, wie’s besser geht“-Kommentar.)


Am 26.06.2013 um 10:04 Uhr antwortete Alex:

.


Am 26.06.2013 um 10:12 Uhr antwortete Christa Goede:

Punkt.
Und danke.


Am 26.06.2013 um 10:12 Uhr wusste J:

.


Am 26.06.2013 um 10:18 Uhr meinte Christa Hengsbach:

.


Am 26.06.2013 um 10:23 Uhr sagte Carsten:

Etwas lange Version von Oscar Wildes

Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

Andererseits: Ist es Dir so neu, dass ein Großteil deiner Mitmenschen in unkritischer Einfalt leben?


Am 26.06.2013 um 10:25 Uhr ergänzte Tomski:

Auch wenn es etwas einseitig ist daß in den genannten Beispielen ausschließlich Frauen als Opfer genannt werden (einer Frau die auf offener Straße ins Krankenhaus geprügelt wird hilft es genausowenig zu wissen daß dies Männern viel häufiger passiert wie wenn ein Mann, der Opfer häuslicher Gewalt wird weiß daß sowas Frauen viel häufiger passiert) bleibt unterm Strich übrig:

Ich finde es schon seit Jahren furchtbar, daß Worte wie „Gutmensch“ heutzutage Schimpfwörter sind, das spiegelt ziemlich genau wieder wie es um unsere Gesellschaft bestellt ist. :-/ Was ist los mit dieser Zeit?


Am 26.06.2013 um 10:36 Uhr sagte Biggi:

Danke Christian.


Am 26.06.2013 um 10:38 Uhr meinte Mama arbeitet:

. Und ebenfalls ein <3 für Etoshas Kommentar.

Da ich ehrenamtlich für einen Frauenverein arbeite, der Frauen in schwierigen Trennungssituationen unterstützt, möchte ich gerne noch hinzufügen:

Eine Frau erzählt, dass ihr Mann gewalttätig wurde. Als Reaktion hört/liest sie: "Wenn mein Mann nur einmal die Hand gegen mich erhoben hätte, wäre ich sofort gegangen!" Oft.

Grüsse, Christine


Am 26.06.2013 um 10:45 Uhr ergänzte Franzi:

Danke! Und Punkt.


Am 26.06.2013 um 10:50 Uhr sagte SchBlaBla:

Gut gebrüllt, Löwe.

Wie es Etosha geschrieben hat. Die Kommentare haben etwas mit dem Schreiber, nicht nicht dem Gelesenen zu tun. Wir sollen möglichst stark und unverwundbar sein. Sanfheit, Empathie & Mitgefühl werden belächelt. Jedoch nur von denjenigen, denen dieses Gefühl fremd ist oder manchmal auch, wenn sich Menschen genau das in ihrem Leben wünschen.


Am 26.06.2013 um 11:08 Uhr sprach Kitty:

Fantastisch, danke für dieses Zurechtrücken.
Gerade gestern bin ich das #everydaysexism Projekt aufmerksam geworden, im Kern geht es genau darum. (Artikel: http://www.upworthy.com/if-you-know-someone-who-doesnt-believe-sexism-exists-show-them-this?g=4)


Am 26.06.2013 um 11:30 Uhr sagte Dörthe:

.
Musste auch mal ausgesprochen werden.


Am 26.06.2013 um 11:31 Uhr ergänzte Dörte Behrmann:

.
Danke für die deutlichen Worte.
Die wohl leider nicht die lesen, die ein Kopfwasch nötig hätten.


Am 26.06.2013 um 11:33 Uhr schriebKatja:

Danke.


Am 26.06.2013 um 11:33 Uhr kommentierte Frank:

Gutmenschen sind übel, sie tuen nur etwas um selbst im Rampenlicht zu stehen, wie es den Menschen geht, denen geholfen werden sollte ist nicht so wichtig.

Das geht so weit, dass sich Menschen bei der Presse beschweren, warum nicht über ihr Tolles Projekt bzw. ihre Person kommt.

Also wenn solche Selbstdarstellungen nicht übel sein sollen, ja dann bin ich lieber ein schlechter Mensch.


Am 26.06.2013 um 11:35 Uhr ergänzte jule:

.


Am 26.06.2013 um 11:47 Uhr wusste FrauLehmann:

.
Mitgefühl ist scheinbar immer öfter ausverkauft.
.


Am 26.06.2013 um 11:52 Uhr sagte Ingo Leschnewsky:

Was mit mir los ist, wenn ich anfange, von mir zu erzählen? Ganz einfach: Ich versuche, mich in den Anderen hineinzuversetzen, indem ich nach Parallelen in meinem eigenen Leben suche.

Ich kann niemals sagen, was ich tun würde, wenn ich jemand Anderer wäre, weil mir das Meiste fehlt, was den Anderen ausmacht. Ich kann nur mich selbst gedanklich in die Situation versetzen. Oder mich erinnern, wie ich selbst mich in einer ähnlichen Situation verhielt.

Die Menschen haben unterschiedliche Fähigkeiten. Manche können zum Beispiel mit Worten gut trösten – ich kann es nicht. Dafür kann ich wiederum etwas, was sich Andere oft nicht trauen: Menschen „aufwecken“, sie aus ihren Selbsttäuschungen herausreißen.

Ich maße mir nicht an, (besser) zu wissen, was andere Menschen brauchen. Aber ich nehme mir die Freiheit, ihnen meine Sichtweise zu schildern. Denn oft ist ein Perspektivwechsel auch genau das, was jemand in einer festgefahrenen Situation braucht.


Am 26.06.2013 um 12:26 Uhr schriebanna:

.
danke!!


Am 26.06.2013 um 12:32 Uhr antwortete Impertinenz:

Ganz ehrlich: es nervt!!

Dass es gestörte Menschen(Männer! wie Frauen!) gibt, wissen wir mittlerweile. Ich verachte solche Menschen zutiefst, sehe die „Schuld“ grundsätzlich nie beim „Opfer“ und befürworte die Möglichkeit härter als bislang gegen solche Menschen vorgehen zu können.

Was mich aber DENNOCH zu solchen Reflexen wie „Meine Fresse! Wie alt bist Du? Glaubst Du IMMER noch an den Prinzen auf dem Schimmel?“ hinreissen lässt, ist nun mal die nie aussterbende Naivität. Aufschrei hin oder her. Ein Mann, der eine Frau regelmässig schlägt, sie misshandelt, isoliert und unterdrückt wird IMMER ein neues Opfer finden, da sich IMMER eine Frau auf so jemanden einlassen wird. Liebe und so.

Da helfen Milliarden von blogs nicht. Jeder Aufruf zur Vorsicht verhallt offensichtlich in Sekunden.

Und jetzt kommt mir nicht mit der „eine Frau die einen MiniRock anzieht muss damit rechnen sexuell belästigt zu werden“. Das ist und bleibt Schwachsinn. Auch sind Dummheit und Naivität KEIN Anteil an irgendeiner Schuld. Mir tun die Menschen, denen so etwas widerfährt, durchaus aufrichtig leid.

Nur habe ich mittlerweile einfach ZUVIELE Geschichten gehört, in denen sich die Opfer von ihrem Peiniger nicht (rechtzeitig) lösen konnten, da sie sich in einer Art emotionalen Abhängigkeit gesehen haben. Wir reden dabei nicht von einer Heroin- oder Alkoholabhängigkeit. Auch nicht davon, dass der Peiniger sie mit einer Waffe am fortlaufen gehindert hätte.

Was ist nur los mit uns?

Warum kann man sich nach EINEM EINZIGEN tätlichen Übergriff des Partners nicht UNVERZÜGLICH trennen und diesen Menschen anzeigen? Warum bricht man nicht nach einer EINZIGEN groben Lüge UNVERZÜGLICH den Kontakt ab? Warum unterlässt man nicht bei abgrenzungsgestörten Menschen JEGLICHE Kommunikation und schaltet die Justiz ein?

Warum merkt ihr es immer erst wenn es zu spät ist?

These: es würde solche Menschen nicht mehr geben, wenn sie mit solchen abartigen Mitteln KEINERLEI „Erfolg“ mehr haben würden!

Nennt mich oberflächlich, aber ich habe mich NOCH NIE in Worte verliebt. In das Gefühl verstanden zu werden. Ich habe selten Gewohnheit mit Liebe verwechselt. Ich habe mich immer in Menschen verliebt, die „da“ waren, die ich gesehen und erlebt habe.

Der Hinweis, man habe sich „dumm“ und „naiv“ verhalten, trifft es auf den – Achtung Anspielung – PUNKT!!

WAS IST NUR LOS MIT EUCH???


Am 26.06.2013 um 12:48 Uhr ergänzte die andere:

es scheint manche zeitgenossen mit befriedigung zu erfüllen, anderen in
unerfreulichen situationen ihr besserwissen
weiterreichen zu können.


Am 26.06.2013 um 13:01 Uhr sagte trenc:

*full ack*


Am 26.06.2013 um 13:14 Uhr kommentierte Andy:

!


Am 26.06.2013 um 13:34 Uhr wusste Mareike:

Danke dafür. Ich unterschreibe jeden einzelnen Satz. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.


Am 26.06.2013 um 13:40 Uhr antwortete Tanja:

!


Am 26.06.2013 um 13:59 Uhr sagte Georg:

„Dass es in diesem Moment, in dem so ein Artikel in die Öffentlichkeit kommt, vielleicht auf nichts anderes ankommt, als auf das Erzählen an sich?“

Sorry, aber für so etwas sind Psychotherapeuten da. (Mal etwas rabiat ausgedrückt.)

Wenn man etwas in einem Blog schreibt, unter dem eine Kommentarfunktion integriert ist, dann muss man damit rechnen, dass man Kommentare erhält.

Und man muss damit rechnen, dass nicht alle Kommentare sich zu 100% mit der eigenen Meinung decken.

Einfach nur Schreiben, um es zu schreiben, kann man auch in seinem persönlichen Tagebuch, (das natürlich unterm Bett versteckt wird).

Aber etwas im Internet veröffentlichen zieht immer Reaktionen nach sich.
Manche sind positiv; manche sind negativ.

Das liest sich jetzt vielleicht, als ob ich kein Mitgefühl habe. Dem ist aber nicht so. Jedes einzelne Schicksal ist mehr oder weniger Schlimm.

Aber sich darüber aufzuregen, dass man nicht die Reaktion erhält, die man erwartet hat, zeugt von Unreife.

Meine Meinung


Am 26.06.2013 um 14:39 Uhr sagte Diandra:

Vielleicht ist so etwas für manche Leute auch nur ein Versuch, eine Verbindung aufzubauen. Zu sagen: „Du bist nicht allein mit dem, was du erlebst.“ Zumindest in einigen der Beispiele.

Kommentare wie „So dumm kann man doch nicht sein“ etc. sollte man sich natürlich sparen, aber einen Kommentar zu etwas, das mir passiert ist, zu lesen, in dem der Kommentierende von seinen Erlebnissen erzählt, finde ich persönlich jetzt nicht so schlimm.

Wirklich überflüssig finde ich hingegen Statements À la: „Das ist ja schlimm, da bin ich aber betroffen.“ Dann lieber gar nichts schreiben. (Aber andere sehen das vielleicht anders.)


Am 26.06.2013 um 15:05 Uhr kommentierte Ikima:

Danke.


Am 26.06.2013 um 15:43 Uhr wusste Naive Frau:

@Impertinenz, um deine Frage zu beantworten, warum sich Frauen, die von ihrem Partner jahrelang schlecht behandelt wurden, eben nicht sofort trennen (können):
Vielleicht sind sie mit ihm verheiratet und haben Kinder mit ihm? Vielleicht haben sie auf ihre berufliche Selbstständigkeit zu seinen Gunsten verzichtet und haben sich, wenn möglicherweise auch keineswegs absichtlich, in eine finanzielle Abhängigkeit begeben?

Hast du auch nur eine Ahnung, was es heißt, eine schlechte Ehe nach Jahrzehnten zu beenden? Was es heißt, einen gemeinsamen Haushalt, ein gemeinsam bewohntes Haus „einfach“ aufzugeben, danach mit den Kindern alleinerziehend wieder auf Etage zu wohnen, aber weiterhin finanziell abhängig zu sein, weil frau auf jegliche berufliche Karriere zugunsten der mit ihrem Mann zusammen gegründeten Familie verzichtet hat? Wie es sich anfühlt, vom vermeintlich zu frau haltenden Ehemann einfach im Stich gelassen zu werden, besonders auch noch nach einem Jobverlust, und dann auch noch vorgeworfen zu beommen, den Job ja „mutwillig hingeschmissen“ zu haben, um sich selbst zu verwirklichen? Was es für die Kinder bedeutet, wenn ihre Familie mal so eben tsunamimäßig den Bach runter geht? Mal eben eine Scheidung durchzuziehen?

Aber ja, sich von Arschlöchern trennen ist ja ganz einfach. Diese offenbaren ja auch gleich zu Anfang, dass sie welche sind.

Und nun bin ich gespannt, was für Ratschläge ich erhalte im Nachhinein, was ich denn hätte besser machen können, oder wie naiv ich war, diesen Typ gar geheiratet zu haben etc pp.

Ihr aufgeblasenen Wichtigtuer und Besserwisser!


Am 26.06.2013 um 16:29 Uhr ergänzte Susanne:

Das habe ich schon so oft gedacht. Danke!

Ich bin sicher, solche Kommentare entstehen überwiegend aus Angst. So ähnlich meint es glaube ich auch Etosha (schöner Kommentar!).

Man grenzt sich auf diese Weise von dem Gelesenen ab, versucht sich selbst und andere davon zu überzeugen, dass einem selbst das (oder anderes) nie passieren könnte. Die Vorstellung, verletztlich zu sein, ist für viele offenbar sehr beängstigend.


Am 26.06.2013 um 16:40 Uhr kommentierte Textzicke:

Textmarker in allen Farben. Rot (zum Unterstreichen). Flattr. Fav. Fett. Kursiv. RT. +1 (wenn ich denn bei Google+ wäre).
Vielen Dank für diesen Text. So wahr und so traurig. Wo haben die Menschen nur ihr Herz gelassen?


Am 26.06.2013 um 16:43 Uhr schriebmajestyx:

http://api.flattr.com/button/view/?url=http://www.jawl.net/was-ist-eigentlich-mit-euch-los/2013-06-26/&title=Was ist eigentlich mit Euch los?&description=Eine Frau erzählt in einem Blogartikel, dass sie über Jahre betrogen worden ist; dass sie geliebt hat und betrogen wurde von jemandem, der systematisch eine falsche Identität aufgebaut hat und…&uid=12273&language=de_DE&category=text&tags=Das Web an sich,Gesellschaft,Innerhalb des Irrenhauses,Medienkompetenz,blog&button=compact&

Guter Artikel, aber genau diese deppen „a la fratzenbuch“ spionieren MICH aus was ICH lese. Fratzenbuch und Twitter sind eben genau der teil der „Gesellschaft“ in der es eben „Geil (ist) ein Arschloch zu sein“ – Wenn du auf Werbung in diesem Umfeld angewiesen bist, dann ohne mich….


Am 26.06.2013 um 16:47 Uhr ergänzte Wendelherz:

Zustimmung.


Am 26.06.2013 um 16:57 Uhr wusste Bhuti:

.


Am 26.06.2013 um 17:24 Uhr sprach Bisigs:

!

Und, an Impertinenz:
Warum löst man sich nicht aus der Beziehung zu einem Schläger, verlässt den Partner bei der ersten gröberen Lüge, so fragst Du.
Die Antwort ist, weil es in dieser Welt nicht um Schwarz und Weiss geht; auch ein Übeltäter – auch wenn uns das nicht gefällt zu hören – hat seine positiven Seiten, und vor allem weil die menschliche Psyche viel komplizierter ist, als wir uns das vorstellen können. Und wenn es um Beziehungen geht, ist eben nicht nur eine, sondern (mindestens) zwei Psychen im Spiel, die beide sich gegenseitig beeinflussen.


Am 26.06.2013 um 17:50 Uhr meinte Tina:

Danke, Christian.
Setzen, 6, Impertinenz.


Am 26.06.2013 um 18:22 Uhr wusste Antje:

Hmm da jetzt so einfach einen Punkt drunter zu setzen ist zu mir zu einfach. Die Sachen aufzubröseln die ich „falsch“ finde, zu aufwändig.
Ich könnte jetzt schreiben wie ich es finde, wie ich mich verhalten würde oder was ich getan hätte … das ist aber anscheinend nicht erwünscht, weil ja egoistisch und besserwisserisch …

Deshalb leben und leben lassen, wundern, weiter machen und immer schön erst mal vor der eigenen Haustüre kehren.
Mist, das war jetzt auch schon wieder ein Ratschlag, das muss an der Ü40 liegen ;)


Am 26.06.2013 um 19:24 Uhr wusste Herzchaosmama:

. (Danke für jedes Wort)


Am 26.06.2013 um 19:33 Uhr antwortete Mama arbeitet:

@Naive Frau und @Impertinenz – kurzer Nachtrag: Und auch, weil diese Frauen realistisch um Leib und Leben (auch und insbesondere das der Kinder) fürchten müssen, wenn sie den gewalttätigen Mann verlassen. 38% aller ermordetetn Frauen werden laut WHO von ihrem Ex-Partner ermordet.


Am 26.06.2013 um 19:46 Uhr kommentierte McMaren:

.


Am 26.06.2013 um 20:20 Uhr sprach Kiki:

Zur legitimen Frage, warum man den Arsch nicht einfach verlässt, noch dazu, wenn er einen schlägt bzw. geschlagen hat:
http://www.ted.com/talks/leslie_morgan_steiner_why_domestic_violence_victims_don_t_leave.html

Ansonsten: . zu Christans Artikel.


Am 26.06.2013 um 21:25 Uhr kommentierte Dentaku:

(inzwischen habe ich übrigens den „Fake“-Artikel nachgelesen und wundere mich um so mehr, dass da irgendjemand mit schlauen Sprüchen drauf antwortet; was da passiert ist, ist so unglaublich, dass mir da nicht einmal einer einfallen würde, den ich mir dann verkneifen könnte)


Am 26.06.2013 um 21:56 Uhr antwortete Steffen:

.


Am 26.06.2013 um 22:35 Uhr antwortete Eva Maria:

jep.


Am 27.06.2013 um 6:15 Uhr ergänzte die mia:

Ich kann gar nicht soviele . machen wie ich möchte ….


Am 27.06.2013 um 6:51 Uhr wusste Christian:

Wow. Wer öfter hier ist weiß, ich versuche immer zu antworten – also los:
Danke erstmal allen für Punkte und ähnliches, da schein mein kleiner Rant ja einen Nerv getroffen zu haben.

@Etosha: Ja, gut gesprochen.

@Christa: ist das noch so, geht es uns allen gut? Kinderarmut steigt, die Schere zwischen Ober- und Unterschicht geht weiter auf – wenn wir es uns je leisten konnten, ohne Mitgefühl zu leben, können wir es jetzt?

@Frank: Wenn Du lieber ein schlechter Mensch bist, dann bist Du hier lieber nicht willkommen. Wenn Du hingegen nur nicht in der Lage bist zwischen Egomanen, die die Bedürftigkeit anderer ausnutzen und wahrem Mitgefühl zu unterscheiden, dann schau vielleicht einfach noch mal ein bisschen hin.

@Ingo: Ich verstehe Deinen Ansatz. Ich hoffe, Du hast dann auch das Feingefühl zu merken, wann man die Klappe halten sollte.

@impertinenz: Abgesehen davon, dass ich den Eindruck habe, dass Du Dich mit der menschlichen Psyche noch nicht so arg beschäftigt hast: Warum wirfst Du jemand Naivität vor? Oder anderes – warum sprichst Du davon, was ein Opfer anders hätte machen sollen?
Wenn es ein klares Täter-Opfer-Konstrukt gibt, dann ist immer der Täter Schuld.
(Auerdem: Schrei hier bitte nicht rum. Danke.)

@georg: da sind wir dann anderer Meinung. Die Welt hat sich geändert, das Web ist für viele ein oder sogar der Weg mit anderen zu kommunizieren und hat oft die Rolle eingenommen, die nach dem Zerfall von Großfamilien lange nicht gefüllt war.
Mit ein bisschen Empathie kann man imho sehr gut merken, wann jemand um Rat fragt, und wann jemand eine andere Meinung haben möchte.
Es geht auch gar nicht darum, Meinungen die ‚man nicht erwartet hat‘ nicht zu wollen. Es geht darum, einen Artikel zu überfliegen und dann ein gedankenloses ‚ichichichichichichichich hab auch was zu sagen“ rauszublubbern oder gegen den Autoren rumzuhassen.

@Antje: Sehr geschickt, wirklich. Fast ein bisschen beleidigend. Nun sag schon, was Du meinst, los. Hier ist gar nichts ’nicht erwünscht‘, außer vielleicht vor dem Kommentieren das Hirn und das Seelchen einzuschalten. Und keine Angst, dass Du Ü40 bist, das bin ich auch, ich versteh Dich schon :)


Am 27.06.2013 um 7:52 Uhr sagte Thomas:

Emphatie ist heutzutage Mangelware (wie man auch hier sieht, @impertinenz), leider …

Danke und „!“ an jedes deiner Worte
(ausser „Gutmensch“ ≠ „guter „Mensch“)


Am 27.06.2013 um 9:31 Uhr sprach bini.:

zu 100 % unterschreib.
danke.


Am 27.06.2013 um 10:56 Uhr kommentierte serotonic:

Lieber Impertinenz (was für ein hübscher Name in diesem Zusammenhang!), ich möchte Ihnen empfehlen, sich bei Gelegenheit mit dem Naivitätsbegriff auseinanderzusetzen, und zwar über die eigene Gnadenlosigkeit hinaus.

Einen guten Einstieg bietet da wie immer die (scnr) Wikipedia – Sie könnten aber auch ersatzweise in sich hineinhorchen, ob es tatsächlich hilfreich ist, Menschen eine offenes und argloses Wesen vorzuwerfen und von ihnen zu fordern, sie mögen doch bitte schnellstmöglich und vorauseilend das Böse der Welt in ihre Persönlichkeit integrieren.

(Christian: . – und Danke. Von Herzen.)


Am 27.06.2013 um 12:14 Uhr meinte Natalie S.:

Weil der Punkt nicht reicht: !


Am 27.06.2013 um 14:18 Uhr antwortete Georg:

@Christian:
Ich glaube, so unterschiedlich sind unsere Meinungen gar nicht.

„Es geht darum, einen Artikel zu überfliegen und dann ein gedankenloses ‘ichichichichichichichich hab auch was zu sagen” rauszublubbern oder gegen den Autoren rumzuhassen.“

Genau das möchte ich auch nicht!

Aber ein „Hast du schon versucht es so oder so zu machen?“, „Warst du schon bei Selbsthilfegruppe|Polizei|Frauenhaus?“ sind ja gerade Anzeichen, dass derjenige sich mit der Sitauation auseinandersetzen möchte.
Das sind in meinen Augen konstruktive Kommentare, die die Situation hinterfragen und versuchen, Lösungen=Verbesserungen zu finden.

Einen . unter einen Artikel machen, kann jeder. Auch, wenn er den Artikel nicht gelesen hat. Das ist keine Leistung! Genau das zeugt in meinen Augen eben nicht für Anteilnahme oder sich-mit-der-Situation-auseinandersetzen.

Und zu deiner Aussage „Wenn es ein klares Täter-Opfer-Konstrukt gibt, dann ist immer der Täter Schuld.“:
Ja, das ist richtig. Und das bezweifelt auch keiner. Der Täter ist schuld an der Tat.

Jetzt kommt allerdings das große „Aber“:
Wenn das Opfer regelmäßig zulässt, dass der Täter diese Tat begehen kann, ohne dagegen vorzugehen, muss man nachfragen dürfen, warum das Opfer es zulässt. Und wenn dann (Schein-)Argumente kommen, wie z. B. „Aber ich liebe ihn doch so sehr…“, „Aber ich kann doch ohne sie nicht leben…“, „Wo soll ich denn hin mit meinen 2 Kindern…?“, „Was sagen denn meine Kumpels, wenn die das rausbekommen…?“ Dann gehört es sich, meiner Meinung nach, die Sichtweise „von außen“ darzustellen. Das ist auf jeden Fall konstruktiver als ein „.“.

@Naive Frau:
Wenn eine Ehe „Jahrzente“ schon schlecht ist, muss man sich die Frage gefallen lassen, warum man nicht schon nach den ersten Jahren eine Entscheidung getroffen hat.
Rückblickend kann ich zumindest bei mir sagen, dass ich bisher immer hinterher zu mir gesagt habe, „Warum hast du nicht schon eher Schluß gemacht?“

Ja, ich stimme zu, dass Kinder die Sache erschweren. Aber sie machen es nicht unmöglich. Gerade für die Kinder sollte jegliche Gewalt ein absolutes Tabu sein!

Was ist besser für das Kind?
Mit anzusehen, wie der Vater die Mutter jahrelang unterdrückt?
Oder ein paar Wochen Streß und dann mit anzusehen, wie die Mutter mit einem besseren, liebevolleren Mann zusammenkommt?

Der Spruch ist zwar sowas von abgedroschen, aber: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

Nochmal: Ich kann verstehen, dass all diese Entscheidungen super schwer sind.
Aber manchmal sollte man vielleicht auch mal egoistisch sein und an sein eigenes Wohl denken.


Am 27.06.2013 um 14:28 Uhr wusste Georg:

@Bisigs:
„Die Antwort ist, weil es in dieser Welt nicht um Schwarz und Weiss geht; auch ein Übeltäter – auch wenn uns das nicht gefällt zu hören – hat seine positiven Seiten, und vor allem weil die menschliche Psyche viel komplizierter ist, als wir uns das vorstellen können.“

Ehrlich?

Du lässt dich also regelmäßig verprügeln und sagst dann: „Och, naja, eigentlich ist er ja ’n dufter Typ. Den hab ich so super duper dolle lieb.“

Sorry, aber wenn das so in Ordnung ist, dann ist ja alles gut. Dann gibt es ja auch nichts, über das man sich beschweren müsste.

Für mich persönlich gibt es beim „Wohlfühlfaktor“ tatsächlich nur Schwarz oder Weiß. Vielleicht noch mit 2-3 Zwischenabstufungen. Aber Gewalt, egal ob Physisch oder Psychisch, ist bei mir ganz klar „Schwarz“. Und das lässt sich in meinen Augen nicht irgendwie schönreden.
Auch nicht so von wegen: „Aber er ist ja nur zu mir so. Für meine Kinder ist er der liebste Papa auf der ganzen weiten Welt.“

Für mich heißt es ganz klar:
1. Wenn ich in meiner jetzigen Situation nicht zufrieden bin, dann versuche ich, die Situation zu verbessern/verändern.
2. Schaffe ich es nicht alleine, suche ich mir Hilfe.


Am 27.06.2013 um 14:46 Uhr ergänzte Katja:

@Georg:
Du schriebst: „Aber ein “Hast du schon versucht es so oder so zu machen?”, “Warst du schon bei Selbsthilfegruppe|Polizei|Frauenhaus?” sind ja gerade Anzeichen, dass derjenige sich mit der Sitauation auseinandersetzen möchte.
Das sind in meinen Augen konstruktive Kommentare, die die Situation hinterfragen und versuchen, Lösungen=Verbesserungen zu finden.“

Was mMn viele vergessen, die solche Ratschläge geben ist, dass derjenige, der über seine Situation schreibt, sich ja meistens schon eine Weile darin befindet und das nicht sofort ins Internet raushaut.
Ich kann das nur aus meiner Erfahrung heraus beurteilen. Ich bin seit über 10 Jahren an Depressionen erkrankt und seit ein paar Jahren blogge ich (auch) darüber und viele dieser Ratschläge, die ich bisher in genau dieser von dir beschriebenen Form bekommen habe, sind so offensichtlich und naheliegend, dass ich oft schon schlucken musste, es nicht als beleidigend und/oder verletztend zu empfinden, dass derjenige, der den Ratschlag gibt, anscheinend denkt, ich wäre da nicht längst schon selber drauf gekommen. Manchmal frage ich mich, für wie dämlich oder unreflektiert mich solche Menschen halten und weswegen jemand, der die Situation nicht kennt, glaubt, das von aussen besser einschätzen zu können als ich selber.
Und dann muss ich schlucken und mir selber klar machen, dass das natürlich alles in bester Absicht gemeint ist und nicht mit dieser Überheblichkeit, nach der es sich für mich im ersten Moment anfühlt.

Wie Christian in seinem Kommentar weiter oben schrieb: „Mit ein bisschen Empathie kann man imho sehr gut merken, wann jemand um Rat fragt, und wann jemand eine andere Meinung haben möchte.“

Ich bin mittlerweile dazu übergegangen bei Artikeln, bei denen ich befürchte, vermeintlich gute Ratschläge zu bekommen, die Kommentare zu schließen aus der Angst heraus, was das in mir anrichtet.
Mir persönlich ist ein schlichter Punkt häufig lieber und ich empfinde das als deutlich empathischer. Natürlich kann jeder einen Punkt machen. Aber der zeigt auch manchmal, dass man darüber hinaus in der Lage ist, nur mitzufühlen und nicht zu (be-)urteilen oder besser zu wissen.


Am 27.06.2013 um 14:47 Uhr ergänzte Suedelbien aka Naive Frau:

Pass mal auf, @Georg:
Ich muss gar nichts. Auch mir gefallen lassen. Und ich „sollte“ auch gar nichts. Vor allem mich belehren lassen, an was ich vielleicht besser hätte denken sollen oder oder oder bla bla.

Du weißt nichts. Gar nichts. Hörst du? Alles was du von mir weißt, ist das, was ich weiter oben schrieb, ein Trilliardstel von dem, wer und was ich bin. Ich muss mir von dir meine Lebensgeschichte nicht bewerten lassen. Statt dessen darfst du selbst hier und jetzt erkennen, dass du unter dem Helfersyndrom leidest, vorausgesetzt, du bist auch nur einen kleinen Augenblick in der Lage, dein eigenes Verhalten und deinen eigenen Standpunkt zu hinterfragen. Schon die Worte weiter oben deuten darauf hin: Du weißt ganz genau, wann jemand einen Perspektivwechsel braucht. Nein, weißt du nicht! Du kannst niemanden dazu bewegen, seinen Standpunkt zu wechseln. Das kann nur derjenige ganz allein tun!

Ich wiederhole mich: Gar nichts weißt du. Nichts!


Am 27.06.2013 um 14:57 Uhr antwortete Georg:

@Mama arbeitet:
Es sind sogar noch mehr laut Wikipedia: „Bei den Tötungsdelikten in Deutschland weist das Bundeskriminalamt (BKA) für das Jahr 2011 49,2 Prozent (154 von 313) aller getöteten Frauen als Opfer ihres aktuellen oder ehemaligen Partners aus.“

Es wäre jetzt nur zum Vergleich sehr hilfreich, zu wissen, wie viel Prozent der Frauen, die ihren gewalttätigen Mann verlassen haben, getötet wurden.

Nicht falsch verstehen: Jeder Mord, ist ein Mord zu viel.

Aber die Zahl oben kann den falschen Eindruck suggerieren, dass jede zweite Frau, die sich trennt, getötet wird.
Und das ist ja wohl definitiv falsch.


Am 27.06.2013 um 15:10 Uhr wusste Christian:

@Georg:

Und zu deiner Aussage “Wenn es ein klares Täter-Opfer-Konstrukt gibt, dann ist immer der Täter Schuld.”:
Ja, das ist richtig. Und das bezweifelt auch keiner. Der Täter ist schuld an der Tat.
Jetzt kommt allerdings das große “Aber”:Wenn das Opfer regelmäßig zulässt, dass der Täter diese Tat begehen kann, ohne dagegen vorzugehen, muss man nachfragen dürfen, warum das Opfer es zulässt

Nein. Da kommt gar kein ‚Aber‘. Denn ein ‚aber‘ relativiert. Ein ‚aber‘ erlaubt mir, mich mit der einen oder der anderen Seite auseinanderzusetzen. So etwas führt zB dazu, dass vergewaltigte Frauen sich bei der Polizei Vorhaltungen machen lassen müssen.

Es kommt gar kein ‚Aber‘.

Wenn der Täter versorgt ist und das Opfer geschützt, dann kann ein ‚Und‘ kommen. Und der einzige Grund, über dieses ‚Und‘ ncahzudenken ist, dem Opfer zu helfen, nicht wieder zum Opfer zu werden.
Aber solange es um eine Täter-Opfer-Beziehung geht, gibt es kein ‚Aber‘.


Am 27.06.2013 um 15:18 Uhr kommentierte Christian:

@Georg:

Für mich persönlich gibt es beim “Wohlfühlfaktor” tatsächlich nur Schwarz oder Weiß. Vielleicht noch mit 2-3 Zwischenabstufungen. Aber Gewalt, egal ob Physisch oder Psychisch, ist bei mir ganz klar “Schwarz”.

Herzlichen Glückwunsch (und das ist ernst gemeint).

Genau da beginnt das Problem, das ich oben beschrieb. Irgendjemand hat ein bisschen Wissen, vielleicht auch nicht, aber vor allem eine eigene, natürlich beschränkte Erfahrung (ist ja schließlich nur seine). Eine Erfahrung die nichts, aber auch absolut gar nichts mit der Erfahrung desjenigen, der schrieb zu tun haben muss.

Es geht mir nicht darum, dass man unter einem Blog-Artikel nicht seine Meinung sagen kann, es geht mir nicht um einen Rat.
Aber es gibt Zeit, Ort und vor allem Tonfall für Ratschläge (das in dem Wort „Schläge“ vorkommt muss ich nicht nochmal aus der Mottenkiste holen, oder?)

Und ich lese im Web zu 90% oder mehr hingerotzte ‚Ratschläge‘, die sagen ‚Pass auf, ich(!) würd das so machen – und die nichts mit dem geschilderten zu tun haben, weil sie einzig und allein aus dem kleinen ‚Ich‘ des Kommentierenden resultieren.

Wie gesagt: Wirklich schön, wenn Du nur schwarz und weiß kennst. Lesetipp: Lies mal nach dem Stockholm-Syndrom und mach Dir darauf aufbauend Gedanken, zu was die menschliche Psyche in der Lage ist. Gerade in Extre,situationen.


Am 27.06.2013 um 15:44 Uhr wusste Georg:

@Suedelbien aka Naive Frau:

Stimmt, du hast vollkommen recht. Ich kenne dich nicht und weiß nicht, wie es in dir aussieht. (Das meine ich nicht ironisch)

Und gerade deswegen fragt und hinterfragt man doch. Man möchte den Gegenüber kennenlernen. Verstehen, warum der Gegenüber vielleicht nicht so gehandelt hat, wie man selber handeln würde.

Erst so kann sich doch ein Verständnis entwickeln, dass genau in dieser Situation ein Schwarz/Weiß nun eben nicht möglich war.


Am 27.06.2013 um 16:05 Uhr kommentierte Georg:

@Christian:
„Aber solange es um eine Täter-Opfer-Beziehung geht, gibt es kein ‘Aber’.“

Zumindest gibt es keine zwei Meinungen, dass die Tat ansich nicht gerechtfertigt ist.

Das ist auch nicht der Punkt.
Der Täter ist Schuld. Keine Frage. Hab ich oben ja schon geschrieben.

Ich möchte darauf hinaus, dass durch solche Fragen („…muss man nachfragen dürfen, warum das Opfer es zulässt…“) versucht wird, sich in das Opfer hineinzufühlen. Genau das ist es doch, was du oben in deinem Blog-Artikel anprangerst.

Wenn ich z. B. frage „Mensch, warum hast du das mit dir machen lassen?“, dann möchte ich es verstehen. Denn ohne Verstehen, kann man keine _guten_ Ratschläge geben.
Und glaube mir, wenn mein Gegenüber sagt, dass er keine Ratschläge haben möchte, dann bekommt er auch keine. Ich fühle mich bei weitem nicht als der Helfer der Welt.

Aber in meinen Augen ist ein Veröffentlichen einer persönlichen Geschichte im Internet eine Art „Aufruf“.
Wie du schon geschrieben hast, geht es um Kommunikation.

Übrigens bin ich immer noch der Meinung, dass wir gar nicht so weit auseinander liegen. Auch ich kann „hingerotztes“ nicht ausstehen. Auch ein „Ey, Alde, du bist ja auch selbst Schuld, wenn du so Nuttig rumläufst.“ ist so überflüssig wie ein Kropf.

Aber jeden als empatielos zu bezeichnen, der vielleicht auch mal doofe Fragen stellt, finde ich auch nicht richtig.

Denn dann wird es darauf hinauslaufen, dass einfach nur alle unter so einen Text einen Punkt setzen oder ein „Oje, das tut mir leid.“
Und die Menschen, die bisher ausgenutzt wurden, weil sie sich nicht zu wehren wussten (ohne Vorwurf!) werden weiterhin ausgenutzt.

Sorry, aber in so einer Welt will ich nicht leben. Ich möchte, dass schwächeren Menschen Wege aufgezeigt werden, wie sie stärker werden können.
Wenn sie es denn möchten.


Am 27.06.2013 um 16:19 Uhr sprach Georg:

@Katja:
Aus welcher Intention heraus veröffentlichst du private Texte im Internet, die von der ganzen Welt gelesen werden können?
Ist das Schreiben ansich eine Art „Heilung“ für dich, das Erlebte besser zu verarbeiten?
Was bringt das „ins Internet raushauen“ denn?

Das frage ich vollkommen ironiefrei. Beim Texten hört man ja leider nicht den Tonfall.

„beleidigend und/oder verletztend“ sind solche Ratschläge wohl eher nicht. Gerade weil ja der Ratschlag-Gebende noch nicht in deiner Situation war. Für ihn ist das also komplett neu. Und wage zu behaupten, dass die meisten Ratschläge wirklich gut gemeint sind.

Ich denke, es ist einfach so, dass manche (mich mit eingeschlossen) am Veröffentlichen im Internet eine Art Aufforderung zum „Senf dazugeben“ sehen.

Dann kommt es noch darauf an, wie groß das Interesse an dem Thema ist. Man Kommentiert ja nicht in tausenden von Blogs.
Schon daran könnte man erkennen, dass der Kommentator versucht, sich mit dem Thema zu beschäftigen. (Es sei denn es ist das bild.de oder web.de-Forum…)


Am 27.06.2013 um 17:18 Uhr ergänzte serotonic:

Georg, es macht mir fast den Eindruck, dass du gar nicht verstehen, sondern schlicht weiterhin richtiger sein möchtest, als andere. Ohne im Detail auf Deine sehr selbstgerechte Argumentationskette eingehen zu wollen: Ein Opfer ist nicht automatisch ein schwächerer Mensch.

Indem du das voraussetzt, erhebst du dich gleich nochmal über das Opfer – und mit Einfühlung hat das rein gar nichts zu tun.


Am 27.06.2013 um 17:41 Uhr meinte Katja:

@Georg: Ja, als Antwort auf die Frage, ob das Schreiben an sich eine Art Heilung ist. (Auf-)Schreiben zwingt mich dazu, kreiselnde Gedankenknäuel aufzudröseln, um sie in Worte zu fassen. Aufschreiben ist auch Auseinandersetzung mit meinen (schädlichen) Denkmustern.

Ich mache das öffentlich, weil ich mich vorher lange Jahre für meine Erkrankung geschämt und mich damit versteckt habe, weil es immer noch ein Tabu ist über eigene Depressionen zu reden. Wenn ich mir einerseits wünsche, dass sich das ändert, kann ich mich nicht andererseits selber damit verstecken, sondern muss bei mir mit dieser Offenheit anfangen.

Ein weiterer Grund ist, dass ich die ganz finsteren Tage längst hinter mir gelassen habe, mich aber noch gut daran erinnern kann, wie wichtig es damals für mich war, Erfahrungsberichte von anderen zu lesen, die ihre Depressionen und Ängste (zumindest annähernd) überwunden hatten. Das ist das, was mir Hoffnung gegeben hat, nicht irgendwelche Fachliteratur (geschweige denn Ratschläge); und aus einiger Rückmeldung, die ich in den letzten Jahren bekommen habe, weiss ich, dass es jetzt manchmal anderen so mit meinen Erfahrungen geht.

Die Ratschläge sind nicht beleidigend oder verletzend gemeint – das weiss ich auch. Ob sie es nicht trotzdem für mich sind, kannst du ja nicht einfach entscheiden. Mein erstes spontanes Gefühl beim Lesen ist nunmal häufig so. Alles andere, nämlich dass die Absicht eine gute ist, muss der Kopf erst im zweiten Schritt dem Fühlen entgegen halten.


Am 27.06.2013 um 18:22 Uhr wusste Mama arbeitet:

Sehr spannende Diskussion hier. Der Vollständigkeit halber:

@Georg Ich meinte die neuesten Zahlen, wie sie vergangene Woche durch die Presse gingen, z.B. hier.

http://www.sueddeutsche.de/leben/who-studie-zu-gewalt-gegen-frauen-gewalt-kann-jede-treffen-1.1702162

Und auf deinen Einwand: „Es wäre jetzt nur zum Vergleich sehr hilfreich, zu wissen, wie viel Prozent der Frauen, die ihren gewalttätigen Mann verlassen haben, getötet wurden.“ kann ich nur sinnvoll antworten, dass wir eben diese Zahlen nie bekommen werden. So wenig wie wir wissen werden, wie viele Frauen „Wenn du mich verlässt bringe ich mich/dich/alle um“ hören mussten. Was ich aber aus der praktischen Arbeit im Frauenverein weiss, ist dass die Frauen massiv unter Druck gesetzt wurden/werden vom Partner und von der Umgebung eben keine Empathie, sondern Verständnislosigkeit und oberflächliche Ratschläge kommen. So wie Katja das sehr treffend beschreibt. Danke dafür.

@Kiki: Danke, dass du an den Ted-Talk von Leslie Morgan Steiner gedacht und den verlinkt hast. Ich möchte den auch nachdrücklich empfehlen.

@Christian: Hut ab, wie du hier die Diskussion moderierst.


Am 27.06.2013 um 18:39 Uhr kommentierte Suedelbien:

@Georg, und ich brauche auch von dir keine Bestätigung, ob ich Recht habe oder nicht!

Wer wirklich verstehen will, hält inne, lässt das Geschriebene auf sich wirken und begreift, dass auch er nur ein Mensch ist, der nicht ansatzweise beurteilen kann, was bei anderen los ist und dass es ihm nicht zusteht, ungefragte Ratschläge zu geben. Aber den Eindruck machst du nicht. Ich kann mich da @serotonic nur anschließen. Dein Verhalten empfinde ich als sehr übergriffig. Wie man Menschen mit so einem Verhaltensmuster erkennt, habe vor einiger Zeit mal zusammen getragen in meinem Blog:
http://suedelbien.wordpress.com/2013/03/09/ubergriffige-menschen/

Ich möchte, dass schwächeren Menschen Wege aufgezeigt werden, wie sie stärker werden können.

Was zu 100% die Täter betrifft, denn sie sind die schwachen Menschen. Nicht die Opfer. Zunächst aber ist die richtige Reaktion, die Tat des Täters zu ahnden und das Opfer ernst zu nehmen und zu schützen, anstatt ihm Ratschläge zu geben. Wie krank ist diese Gesellschaft eigentlich, dass sich dieser Zusammenhang in weiten Teilen einfach umgekehrt hat und dass ihm so viele Menschen verfallen sind?


Am 27.06.2013 um 22:06 Uhr ergänzte Etosha:

Phantastische Diskussion.

„Ein Opfer ist nicht automatisch ein schwächerer Mensch“ schrieb Serotonic.
Ich möchte das ausbauen: Man muss nicht in jeder erdenklichen Situation schonmal gewesen sein, um der Empathie fähig zu sein oder was Sinnvolles beitragen zu können. Man muss nur in einer einzigen Situation gewesen sein – in einer, die man vorher für sich persönlich nie und nimmer für möglich gehalten hätte. Wenn einem das bewusst wird, öffnet es die Augen für beinah alles andere.

Außerdem muss man der Gerechtigkeit halber eines einräumen: Viele Gelegenheitskommentierer, die selbst nicht schreiben, können vielleicht gar nicht wissen, dass jemand, der regelmäßig schreibt, damit auch in seinem Inneren aufräumt, Gedanken und Gefühle zu entwirren sucht und vermutlich generell zur eher reflektierten Spezies gehört. Das fiel mir beim Lesen von Katjas erstem Kommentar ein. („Für wie unreflektiert halten die mich?“)
Sie sagte es dann auch so ähnlich in ihrem zweiten: (Auf-)Schreiben zwingt mich dazu, kreiselnde Gedankenknäuel aufzudröseln, um sie in Worte zu fassen. Aufschreiben ist auch Auseinandersetzung mit meinen (schädlichen) Denkmustern.
Wenn man sowas macht, kommt es einem ziemlich normal vor, aber es gibt einen Haufen Leute, denen diese Art von innerer Auseinandersetzung, von Hinsehenwollen und Anschauenmüssen, völlig fremd ist.

Ich finde es schön, dass über Mitgefühl gesprochen wird, über Stärke und Schwäche und Akzeptanz. Letztere ist eine der schwersten Übungen.


Am 28.06.2013 um 12:13 Uhr sagte Christa Hengsbach:

Ja, die Opferrolle zu verlassen ist schwer. Wenn wir uns aber mal als Menschen begreifen, die sowohl Opfer , als auch Täter sein können… Viel schwieriger ist es seine (ihre)Selbstliebe so aufzubauen, dass die Opferrolle gar nicht erst passiert. Das bedeutet aber eben auch, gut mit sich allein sein zu können und sich zu hüten vor krank machenden Abhängigkeiten.Wir sind eben doch sehr lange geprägt von alten Mustern. Aber irgendwann erkennt man das „Spiel“. Und wirkliches Mitgefühl hat man wohl auch erst, wenn man(frau) sich auch selbst „fühlt“.


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Auch anderswo wird darüber gesprochen …

[...] Projektbaustelle, Projektbaustelle, Projektbaustelle. (Selbstbild als Spiralgalaxie.) Christian stellt eine ziemlich gute Frage. Am Abend atme ich [...]
[...] aufgeregt. Und dabei offensichtlich so sehr einen Nerv getroffen, dass der Mittwoch wohl meine [...]
[...] Tage­buch, in der ver­gan­ge­nen Woche hat­ten irgend­wie alle den Schuss nicht gehört. Und davon will ich mich nicht aus­neh­men. Es lag bestimmt am Wet­ter. Es kann nur auf­wärts [...]
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