Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Was lange währt, findet irgendwann auch mal ein gutes Ende

  • März 2007
    Christian hat einen Sprung in der Schüssel Windschutzscheibe. Mist. Also auf in die Werkstatt und schon mal die 150,- Selbstbeteiligung zusammenkratzen.
    Der Wagen ist nach einem Tag fertig und Christian bezahlt mit der EC-Karte direkt bei der Abholung.
  • Mai 2007
    Christian bekommt einen Anruf. Bei der Annahme hat niemand begriffen, dass der Golf ein Geschäftswagen ist und so haben sich leider alle verrechnet – und Christian muß noch die Umsatzsteuer nachzahlen. Na klar, kein Problem. Die Werkstatt schickt Christian dann noch einen Brief dazu.
  • Juni 2007
    Christian bekommt einen Brief, in dem die Umsatzsteuer für eine Reparatur an einen VW Touran mit dem Kennzeichen UN-AB 1234 berechnet wird. Leserinnen, die Christian schon getroffen haben wissen, dass Christian einen Golf mit dem Kennzeichen MK-XZ 4321 fährt. Die anderen jetzt auch.
    Christian ruft also die Werkstatt an und fragt nach – man verspricht ihm, sich zu kümmern, er solle den Brief einfach ignorieren und entsorgen.
  • August 2007
    Christian hat den Brief bis ins Altpapier hinein entsorgt und erfolgreich bis zum Vergessen ignoriert.
  • Dezember 2007
    Christian bekommt eine Mahnung über eine nicht weiter erklärte Summe.
    Er kommt am Nachmittag eh an der Werkstatt vorbei und fragt direkt vor Ort nach.
    Keiner weiss so genau, wofür die Mahnung ist und da Christian sich an den Anruf bezüglich der Mehrwertsteuer zu diesem Zeitpunkt noch nicht erinnert beschließen alle zusammen, dass Christian eine neue Rechnung bekommt und die Mahngebüren gestrichen werden.
  • Januar 2008
    Christian bekommt eine Rechnung über die komplette Reparatur. Die ist natürlich zigfach so hoch wie die Mahnung war – in Christians Verständnis passt also gar nichts mehr zusammen. Er ruft an und fragt nach. Man verspricht ihm, man würde sich darum kümmern, er solle die Rechnung einfach entsorgen und ignorieren. Christian ist ja nicht ganz blöd und tut das nicht.
  • Ende Januar 2008
    Christian bekommt die Ankündigung, die ganze Geschichte würde in vier Tagen an Russland-Inkasso ein Inkasso-Büro übergeben und beschließt, jetzt zur Werkstatt zu fahren und diese nicht eher zu verlassen bis er nicht eine plausible Summe dort bezahlt und eine entsprechende Quittung in der Hand hat.
  • Nach einem leicht anstrengenden Lauf durch ein paar Abteilungen hat sich alles geklärt. Es gibt nur noch einen arg erstaunten Blick aller Blaukittel, als Christian erklärt, dass er selbstverständlich keine Mahngebüren bezahlen will. Das genuschelte „Hab ich wohl einen alten Brief als Vorlage genommen“ von dem Blaukittel, der das alles vermurkst hatte war wohl für sein Gefühl Entschuldigung genug. Ein Anruf in der Rechnungsabteilung klärt aber auch das.
  • Christian hat eine Quitung und vermutlich alle gezahlt. Cross your fingers for me.
  • Christian hat etwas Angst morgen früh einen neuen Sprung in der Scheibe zu entdecken.

5 Antworten zu “Was lange währt, findet irgendwann auch mal ein gutes Ende”

  1. Flummi sagt:

    Oh weh, ich drück Dir Daumen, daß so schnell kein neuer Sprung in die Scheibe kommt – sonst leidet bei dem ganzen Hin und Her irgendwann tatsächlich noch die Schüssel drunter.

  2. CountZero sagt:

    christian sollte solchen unfähigen nepp beim nächsten sprung in der del>schüssel windschutzscheibe durch wechsel der vertragswerkstatt quittieren. in solchen fällen hilft einfach nur noch abstimmen mit den füßen.

  3. isabo sagt:

    Christian könnte es zum Beispiel bei Carotti und Caccamo probieren, wenn es die noch gibt, die haben auch Verständnis für alte Schüsseln.

  4. Christian sagt:

    Na sicher gibts die noch. Some things never change :)

  5. […] Heute also ein Anruf in meiner Lieblingswerkstatt. Erster Gesprächspartner: Die Telefontanteistin. Sie lässt sich alles geduldig erklären, hört auch meine Theorie über den Wasserschlauch und fasst fröhlich zusammen „Der Griff ist also kaputt – ich verbinde Sie dann mal weiter”. Gna. […]

»