Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Was schön war in den letzten Tagen

Das war die fuckin’ hartnäckgste Bronchitis ever. Ever, ever. Aber schon seit ein paar Tagen mehr kehrt Kraft wieder und vor allem auch die Lust mal etwas anderes zu tun als nur einfach irgendwie den Tag zu überstehen.

Das Firmen-Jahr fängt gut an. So als Selbstständiger ist man ja auch immer auch die eigene Firma und das ist hübsch. Ich hab ok viel zu tun, es sind nette Jobs und ein paar Anfragen aus dem Blogumfeld, die ich auch immer sehr gerne mache.
Und es gibt ein bisschen Zeit, um am Projekt W zu arbeiten. Keine Sorge, ich hab von Projekt W noch nie etwas erzählt, werde das aber zu gegebener Zeit tun.

Zweieinhalb Monate, bevor er zurück zum Händler geht, wollte das aktuelle Auto nochmal zur Inspektion. Worst timing ever. Aber der Verkäufer, der mit mir den Nachfolger zusammengestellt hatte, hatte mich an der Terminvergabe stehen sehen, teilte meine Meinung über das schechte Timing und linderte meine Schmerzen mit „Brauchen Sie ’nen Leihwagen an dem Tag? Den übernehm ich, ich such Ihnen was Schönes aus“. Und das hatte er getan. Kinder, Ihr habt natürlich Recht wenn Ihr sagt, dass Automatik was für alte Männer ist. Aber eine S-Tronic ist halt auch keine Automatik und ich hab den halben Tag im Kreis gegrinst..

In einer Mailingliste, die ich nur deswegen abonniert habe, weil alle Jubeljahre mal eine interessante Veranstaltungsankündigung reinschneit, schneite eine interessante Veranstaltungsankündigung herein. Professor Harald Lesch, Ihr wisst schon: Der, der im ZDF die tollen Wissenschaftssendungen macht und der der AFD wisschenschaftlich Paroli bietet. Er war in Dortmund und sprach dort über Wissenschaftsvermittlung. Was natürlich sehr spannend war, weil er a) im Alltag ganz klassisch seiner Professur nachkommt, b) für seine Fernseh- oder YouTube-Sendungen all das komplett anders aufbereiten muss und c) eine relativ coole Sau ist.
Wir fuhren hin, waren zum exakt spätestmöglichen Zeitpunkt da, bevor der Hörsaal richtig, richtig voll wurde und waren hinterher einfach sehr glücklich. Gut rübergebrachter Input ist so eine geile Sache.
Spannend: Erbetonte, wie wichtig räumliche Nähe für das Gelingen wie nicht-gelingen seiner Arbeit sei. Ich werde da noch einmal drüber nachdenken.
Aber mal am Rand: Sich im Erwachsenenalter mal einen Hörsaal anzusehen lässt einen auch kurz darüber schaudern, wie Deutschland mit seinem Bildungshungrigen Nachwuchs umgeht.

Ein bisschen Regelmäßigkeit in mein morgendliches Qi Gong gebracht. Hach.

Besuch zum Videogucken gehabt. War voll schön.
Habt Ihr das auch ewig nicht mehr gemacht? Videoabende? Mit Nüsschen und Paprika- und Kohlrabischnitzen und Dip? Auch so ein Dings, was ausstirbt, weil jeder sein eigenes Netflix auf dem Schoss hat.

Gerade, als ich aufstand, gemerkt wie schön wir es hier haben und wie gern ich hier, genau so wie wir es tun, mit der Liebsten zusammen lebe. Could it be better?

3 Antworten zu “Was schön war in den letzten Tagen”

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