We would jam in Joe’s garage

Aus der Kategorie »just music«

Seit einiger Zeit steht ja auch in diesem Haus ein kleines Apple-Produkt herum und gestern und heute hatte ich das erste mal Zeit, mich mit dem vorinstallierten GarageBand zu beschäftigen.

Während Apple ja anscheinend völlig auf den Podcasting-Zug aufspringt, war das Ding ja ursprünglich mal zum Musikmachen gedacht.

Ich habe ja früher mal in einem Tonstudio gearbeitet und auch reichlich selbst Musik gemacht und aufgenommen, habe dann später am PC sofort auch die entsprechenden Programme besessen und lange fleissig Home-Recording betrieben.

Früher, als ich begann, war Home-Recording noch eine spannende Angelegenheit.
Wenn man viel Geld ausgeben wollte, kaufte man sich ein 4-Spur-Gerät. 4-Spur bedeutete, dass man 4 Instrumente mono unabhängig voneinander aufnehmen konnte.
Brauchte man ein fünftes Instrument, musste man die ersten beiden Instrumente (Spuren) auf die dritte überspielen. Dabei verlor man erstens die Möglichkeit, die beiden Instrumente noch nachher zu bearbeiten und zweitens – wer je von Cassette zu Cassette überspielt hat weiss es – ziemlich viel Klangqualität.

Wer richtig, richtig viel Geld ausgeben wollte, konnte auch ein 8-Spur-Gerät kaufen.

Wer nicht so viel Geld hatte, stellte sich einen Schneider-Cassettenrecorder in den Probenraum und versuchte, alles live und ohne Fehler einzuspielen.
Die entstandenen Cassetten bestechen meist mit einem ganz eigenen Sound. Vor allem wenn das Ding ungünstig vor dem Schlagzeug stand, hatten alle Aufnahmen einen eigentümlichen frühen Techno-Charme. (Umms Umms Umms)

Am Computer ging das alles viel leichter. Und digital. Und mit der Möglichkeit, Änderungen rückgängig zu machen.
Ein Traum.

Ich habe immer ziemlich verächtlich auf die Programme heruntergeguckt, die mit vorgefertigten Loops und Samples jedem dahergelaufenen Pöbel vorgaukelte, auch Musiker sein zu können.

Aber GarageBand und vor allem die Samples sind geil.
Wow.
Mein erstes Stück ist fertig – ein ziemlich tanzbares Salsa-Irgendwas.
Und der Sound, mein Gott der Sound ….

Ich glaube, ich muss dringend mal auch auf dem Desktop switchen und den ganzen Kram der hier noch rumsteht mal verkabeln.


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Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

5 Reaktionen

Am 19.07.2006 um 18:34 Uhr wusste Tapedeck:

Und der Link? Ich will das hören ;)


Am 19.07.2006 um 18:45 Uhr meinte Christian:

mal sehen…


Am 20.07.2006 um 0:45 Uhr kommentierte Tobias K.:

*lach* Ich hab mit dem 70er-Jahre Tonband meines Vaters angefangen – einiges davon war sehr brauchbar. – Nur frag ich mich inzwischen, ob es auch für Nicht-Apple-Nutzer eine Möglichkeit gibt anständige Aufnahmen über Midi einzuspielen (und per Micro einzusingen). Denn die Notenprogramme, die ich habe haben die unangenehme Angewohnheit die Noten rhythmisch ’nachzukorrigieren‘. Sehr dumm das…

Und ja: Hören würd ich das auch gerne!


Am 20.07.2006 um 13:22 Uhr antwortete Denny:

Ich stimme Tapedeck zu, ich möchte das Werk auch gerne hören :-)


Am 20.07.2006 um 19:09 Uhr sagte Christian:

@Tobias:
ich habe jahrelang mit Cakewalk auf einem 200er Pentium gearbeitet, das lief erstens erstaunlich gut (bis zu 10 Audio-Spuren) und zweitens konnte ich ihm sagen, ob er quantisieren sollte oder nicht. Und ich kann mir nicht vorstedllen, dass Cubase und Konsorten das nicht können sollten…?


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