Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Wie hoch ist denn Ihre Telefonrechnung so?

Ruft hier doch gerade tatsächlich (natürlich mit unterdrückter Rufnummer, aber was soll’s) eine Tante an und fragt mich noch bevor sie sich vorstellt, wie hoch denn meine Telefonrechnung so ist.
Erst auf Nachfrage erklärt sie, sie wäre vom lokalen Telefonabieter XY, die mit meinen Stadtwerken zusammenarbeiten und deswegen würden sie jetzt gerade – weil wir ja jetzt umstellen – eine Umfrage machen, was wir im Moment ausgeben, um daraus unseren Bonus zu berechnen.

Erst als ich anmerke, dass ich ja vielleicht gar nicht wechseln will gerät sie etwas ins Schwimmen und erzählt mir von den tollen Vorteilen, die ihr Anbieter hat: Alles aus einer Hand nämlich.

  • Wie die Telekom, bei der ich jetzt bin? kontere ich.
  • Ach so?! Und zufrieden sind Sie da auch?
  • Jup.
  • Keine 180,- Euro und ein Laptop?
  • Nein.
  • Ach so.
  • Klick

Deppen. Deppen. Alles Deppen.

6 Antworten zu “Wie hoch ist denn Ihre Telefonrechnung so?”

  1. Johannes sagt:

    Hat sie wirklich gesagt, dass sie eine Umfrage macht? Höchst brisant, die können wir gleich mal vor den Kadi zerren, wenn das so ist.

    Übrigens: Seriöse Marktforschungsunternehmen unterdrücken ihre Nummer nicht, wenn sie zu Umfragezwecken irgendwo anrufen.

  2. Dentaku sagt:

    Schlecht vorbereitet…

  3. Christian sagt:

    @Johannes: Oh, missverständlich geschrieben. Sie sagte nicht „Umfrage“ wie „Meinungsumfrage“ – sondern halt wie „wo Sie doch jetzt alle wechseln, frag ich schon mal rum, wer denn jetzt was von uns bekommt…“

    Zur Rufnummer: Es darf doch niemand mit Geschäftsabsichten mehr ohne Rufummernanzeige anrufen, oder hab ich das falsch im Kopf?

  4. Johannes sagt:

    @Christian: Mir ist bis dato keine rechtliche Vorschrift bekannt, die besagt, dass man seine Rufnummer übertragen muss – egal, zu welchem Zweck man anruft. Soweit ich weiß hat sich die Marktforschungsbranche aktiv darauf verständigt, *freiwillig* die Nummer zu übertragen (auch, um einer gesetzlichen Regelung vorzubeugen).

  5. joerg sagt:

    Werbeanrufer, die ihre Rufnummer unterdrücken, um ihre Identität zu verschleiern, müssen mit einer Geldbuße von bis zu 10.000 Euro rechnen.
    http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Magazine/MagazinSozialesFamilieBildung/075/t6-mehr-verbraucherschutz-am-telefon-und-im-internet.html

  6. CountZero sagt:

    gegen das rufnummernunterdrückende natterngezücht ist dank meiner neuesten neuanschaffung (avm fritzbox 7270 mit neuester labor-firmware) endlich ein wirksames kraut gewachsen – was seine rufnummer net übermittelt, wandert schnurstracks auf dem „gehe in das gefängnis, begib dich direkt dorthin, gehe nicht über los“-anrufbeantworter.

    hm, wäre doch mal eine idee darüber nachzudenken, solche telefonspammer gleich postwendend direkt per rufumleitung zur lokalen verbraucherzentrale durchzurouten :D

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