Wir so – die so

Aus der Kategorie »just politics«

Gestern habe ich versucht, einen Artikel zu schreiben, in dem ich wenigstens ansatzweise versuchen wollte an selbst erlebten Beispielen zu zeigen, wie weit „unser“ Verständnis und „ihr“ Verständnis vom Internet, von Kommunikation und vom Umgang mit Wissen auseinander gehen. Ich hab mich dann dummerweise total in Rage geschrieben und dabei völlig den Faden verloren.

Praktischerweise hat Jörg Tauss heute seinen Insiderblick und Erfahrungen aus der SPD bei abgeordnetenwatch.de beschrieben und eigentlich steht da schon jede Menge drin – deswegen zitiere ich jetzt hier ein paar Stellen und verweise dann auf seine komplette Antwort:

Ein grosser Teil der Parlamentarier ist mit dem Internet nicht aufgewachsen. Sie empfinden es daher moeglicherweise sogar als Bedrohung. Sie nehmen es nicht als technisches Netz oder als Kommunikationsinfrastruktur wahr, verstehen nichts von Netzneutralitaet, sondern als etwas, wo man eben Boeses bekommen kann und wo vermeintlich das Boese auch herkommt und die Gesellschaft durchdringt. Das Netz spiegelt nicht Probleme wider, sondern verursacht sie in deren Augen
[…]
Ein weiterer Teil […] hat wirklich und ernsthaft die Auffassung, mit dem Gesetz tatsaechlich etwas gegen Pornographie mit Kindern zu tun und fuer missbrauchte Kinder Positives zu bewirken.
[…]
Dieser Teil der Partei […] nimmt die „digitale“ Welt noch allenfalls als eine wahr, in die man preiswert und ohne Portokosten „etwas hinschicken“ kann. Bevorzugt nette Worte ueber sich selbst oder die Partei. Und Obama hat es ja schliesslich auch irgendwie und ganz schick gemacht, auch wenn man gar nicht weiss oder wissen will, was der eigentlich gemacht hat.
[…]
Ein Kollege hat mir jetzt tatsaechlich geschrieben, er verstehe mich ueberhaupt nicht, wegen „dem bisschen Freiheit“ im Internet die SPD verlassen zu koennen.

Die ganze – sehr lesenswerte – Antwort bei abgeordnetenwatch.de.


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