#WMDEDGT Mai 2017

Aus der Kategorie »just people«

#WMDEDGT ist eine Idee von Frau Brüllen zur Förderung der Kultur des Tagebuchbloggens.

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Der Tag fängt super an. Der komische grippale Dings, der sich letzte Woche überraschend im Hals eingenistet hat ist zwar quasi weg – nach einer Woche wie sich das gehört und nicht nach einem Monat wie Weihnachten – aber wenn ich abends von senkrecht zu waagerecht wechsle, will der Hals noch ein bisschen rumhusten. Ich stecke also seit ca. 22:00 in einem Kreislauf: Einnickern – husten müssen – hochschrecken – irgendwie wieder möglichst aufrecht an die Kissen lehnen – müder werden – einnickern – husten müssen – hochschrecken und so weiter und so weiter und meine Laune ist unterirdisch.
Dafür habe ich von einer amerikanischen TV-Doku gelernt, dass ich noch ’ne Menge aus meinem Studium weiß. Sinn der Doku war zwar, mir zu zeigen, wo mich meine Wahrnehmung so alles täuscht, aber da war nix Neues bei. Und ich zähle auch die korrekte Zahl an „F“ in diesem Text.

1:45
Immer noch wach aber viel genervter. Autofahren macht mich manchmal müde – also fahr ich doch mal ’ne Runde die Ländereien kontrollieren.

2:45
Die Ländereien sind besichtigt, ich bin immer noch wach as hell. Der Husten hingegen beginnt wieder weh zu tun. Netflix, here I come.

3:25
Na super. Ausgerechnet jetzt kommen ein paar schwache Folgen Voyager. Ich guck ja gerade alle Folgen der Reihe nach durch so vie vorher schon alle Folgen TNG.
TNG habe ich damals sehr geliebt und so ab Staffel 5 konnte ich mich auch erinnern, warum. Davor musste ich doch gelegentlich über die Plastikfelsen lachen.
Voyager habe ich damals nie geguckt, auch der Hype um SevenOfNine unter meinen Freunden ging an mir vorbei. Jetzt häng ich gerade irgendwo in der dritten Staffel und hab immer noch das Gefühl, nicht richtig reinzukommen.

6:30
So ab vier hab ich dann geschlafen. (Ein wenig monothematisch hier heute? Sorry. Ich hoffe so sehr wie Ihr: das ändert sich). Die Liebste muss trotzdem pünktlich aufstehen. Da sie übers Wochenende ans Meer fährt will ich trotz allgemeiner Morgenmuffeligkeit schon noch einen Moment mit ihr zusammensitzen, verschwinde aber dann schnellstmöglich nochmal im Bett.

10:00
Regelmäßige Leserinnen dieser kleinen Kolumne wissen: Ich arbeite regelmäßig mit der weltbesten Serotonic zusammen – ich nannte es einmal eine jahrelang erprobte Mischung aus höchster Effizienz und größtmöglichem Spaß. Um zehn sind wir verabredet und dafür steh ich doch dann gerne auf *gähn*

13:20
Hach, war das ein schönes Arbeiten. Ich glaube, es war irgendwo in „weniger schlecht programmieren“ wo stand, dass man manchmal am Ende eines Programmierertages nur eine einzige Zeile da stehen haben kann. Das wirkt, wenn man wirklich nur die einzelne Zeile sieht, extrem uneffizient. Aber die Arbeit eines Programmierers ist eben die, diese eine richtige Zeile zu finden. Irgendwo bei einer der letzten Arbeits-Sessions, bei der Herleitung dieser Zeile quasi, sprachen Serotonic und ich darüber, wie unfassbar lebendig sich dieser Moment anfühlte – weil unsere Köpfe so arg gefordert waren und wir gerade gemeinsam im Flow arbeiteten. Besser gehts kaum.
Heute tippte ich dann übrigens die eine Zeile.

Zwischendurch hübsch war der Reiher, der sich erst auf den Schornstein gegenüber und dann im Garten auf einen Baum setzte. Naja, auf dem Baum war er eher damit beschäftigt das Gleichgewicht zu halten ohne höchst unelegant bei uns im Kompost bruchzulanden. Da war er dann auch schnell wieder weg.

14:30
Hurra, eine neue Folge „Big Bang Theory“. Ja, ich gucke das noch, obwohl ich eigentlich zugene muss, dass sie den Shark schon vor ein paar Staffeln nicht gejumped, sondern irgendwie komplett verloren haben. Aber ich mag die alle einfach so gerne. Gerne genug für Staffelpässe übrigens.

17:20
Wenn man davon absieht, dass der Tag ja irgendwie jetzt rum ist, dann ist jetzt alles ganz prima. Ich bin ziemlich ausgeschlafen und frisch geduscht. Naja, ich glaube insgesamt kann ich diesen fünften fünften wohl einfach abhaken – obwohl ich heute die eine Zeile schrieb. Kommt heute Abend wenigstens was auf Netflix?
Nein, Sense8 geht nicht, weil die Liebste ja nicht da ist.

19:30
Hustensaft gekauft. Honigbonbons gekauft. Katzenfutter gekauft. Das Auto von den Beweisen dafür, dass ich unter einem Schlafbaum geparkt hatte beseitigen lassen.
Vollkommen außer Puste. Jetzt Couch und nie wieder hier weg.
Zum Glück begegnet die Voyager gerade ein paar Borg und schon wirds interessant.

22:15
Luke die Schule und ich. Mehr bleibt zum Abschluss des Tages nicht zu sagen.

Wenn ich gesunder bin, passiert an meinen Tagen übrigens interessanteres.


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