#WMDEDGT Oktober 2017

Aus der Kategorie »just jawl«

#WMDEDGT ist eine Idee von Frau Brüllen zur Förderung der Kultur des Tagebuchbloggens.

8:20
Ziemlich angenehm aufgewacht. Ziemlich ausgeschlafen. Im Bett noch Timehop gelesen und dann aufgestanden.

Jetzt Schreibtisch. Ich habe viel zu texten und zu konzipieren – mal sehen, was das so gibt.
Außerdem: Geärgert, dass ich die Heizung im Büro gestern abgestellt hatte.

8:50
Mal eben zwischendurch für die jüngeren und/oder vergesslicheren geklärt, wie man früher Telefonate fakte. (Auf Twitter fürs Techniktagebuch).
Weltrettungsauftrag für heute also bereits erledigt.

10:30
Die Firefox-PlugIns sind aufgeräumt, das Büro auch, aber: Das leere Blatt Papier bleibt leer. Also nicht, dass ich nichts geschrieben hätte – es ist nur alles nicht gut. Ich beschließe eine Pause zu machen.
Da gerade alle laufenden Projekte irgendwo warten – und „irgendwo“ ist in diesem Fall nicht bei mir – beschließe ich sogar, in diesem Moment das Wochenende einzuläuten. Vier Tage frei. Klingt gut, oder?
Zur Feier meiner Idee, leg ich mich noch mal etwas hin.

10:40
Das Telefon klingelt. Ich schaffs zwar nicht mehr dran zu gehen, aber als ich zum Rechner zurück komme, sind da 15 neue E-Mails. Mit Material, Texten, Bildern von $kunde und einem JPG von $agentur.
Zweiterer bittet außerdem um Rückruf, um mit mir zusammen zu überlegen, wie sich das Layout einer Website die sie gerade gestalten am besten auf mobilen Endgeräten umsetzen lässt. Wir diskutieren ein paar Lösungen und sie stellen fest, dass ich erstmal machen soll – und sie dann ausprobieren wie’s ausieht.

Ich werfe einen Blick auf die anderen 14 Mails, verwerfe meinen Plan mit dem langen Wochenende und läute eine Runde Copy-Paste ein.
Naja, wenn ich ehrlich bin lese ich auch das Meiste, was ich copy-paste. Oft ist es so, dass ich Texte bekomme, die nicht speziell fürs Web geschrieben sind – obwohl es deutlich klüger wäre, wenn sie das wären. Wir alle lesen ja im Web anders als auf Papier, scannen viel mehr über die Absätze als das wir wirklich lesen.
Deswegen versuche ich wenigstens Absätze und Zwischenüberschriften einzubauen oder mit Listen- oder Tabellendarstellung die Textwüsten aufzulockern.

13:45
Die Liebste kommt nach Hause und wir erzählen uns kurz, wie der Tag bisher war. Ihrer war spannender als meiner. Aber sie bloggt ja nicht mehr.

14:00
Ich baue schnell eine Baustellenseite für $kunde. Die alte Website war so alt, das sie so schnell wie möglich aus dem Netz sollte. Die neue ist zwar noch nicht fertig, aber alles ist – so $kunde – besser als der vorherige Zustand.

15:10
Besuch: Jemand, der jetzt erstmal ein Projekt und in Zukunft vielleicht auch mal mehr für mich arbeiten könnte. Wir reden, was Programmierer so reden, um sich kennen zu lernen. Ein Beispiel hier, eine Anekdote da und ein bisschen Kick-Off fürs Projekt.
Gut, das.

17:10
Es regnet gerade nicht. Die Liebste und ich laufen einmal den Berg runter und wieder rauf.
Danach schmeiße ich Bohnen, Mais, Fleischersatz und Pilze in die Pfanne und taufe es auf den Namen „Wrapfüllung“. Und esse.

Danach Wanne, ausgiebigst.
Spontan die Idee gehabt, dass die Online-Bekannte die gerade in New York weilt, doch eigentlich mal ein Foto von Monicas Apartment machen könnte – mal sehen wie das heute aussieht. Fix angeschrieben, doch sie ist exakt in dem Moment auf dem Rückweg. Schade, aber: Das hätte man sich vor zehn Jahren auch noch nicht vorstellen können. (Nein, das ist kein Krückstockgefuchtel, ich finde das geil)

19:30
Noch schnell bei Patreon jemanden neu unterstützt, die es arg verdient, weil sie großartiges Zeug macht. Ich finde diese ganzen Micro-Payment-/Pledge-/Support-Plattformen unfassbar spannend und bin sehr neugierug, was sie mit Journalismus, Musikindustrie oder klassischen Verlagen noch so alles anrichten werden.

Dann Modern Family, Bett und Bloggen. Mit Wärmekissen im Nacken, weil da eine Migräne hochzieht.
Nicht gut, das.


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