Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Woanders

Fangen wir wieder mit Politik an. Nee, oder auch nicht. Wir finden zwar hier einen Brief an unsere Kanzlerin, einen Brief mit vielen offenen Fragen – aber es geht in dem Brief eben genau darum, dass der „Abhörskandal” nicht irgendwie ein abgehobenes politisches Thema ist, sondern eines, wo wir darüber entscheiden, wie unsere Gesellschaft aussehen soll. Der zweite Brief von Juli Zeh an Angela Merkel, nachdem sie auf ihren ersten vor etwa einem halben Jahr keinerlei Reaktion bekommen hatte. Ein bemerkenswerter Brief.

Auch bei der re:publica geht es ja irgendwie um diese Netzthemen, da trifft sich diese Netzgemeinde, da unterhält man sich über dieses second, Verzeihung über dieses virtuelle Leben. Denken zumindest viele. Aber ist das so? Hier ein Rückblick, der das Wörtchen Netzgemeinde mit Inhalt füllt und der erklärt, was denn diese re:publica so besonders macht.

Und andere Konferenzen? Die laufen ja oft so ab, dass oben ein paar Herren sitzen und sich unterhalten und wir unten zusehen dürfen. Ja, meist sind es Männer. Dass das ein Problem sein könnte, wo es doch rechnerisch etwa zur Hälfte Männer und Frauen in unserem Lande gibt, ist zumindest so weit in die Köpfe der Veranstalter gedrungen, dass sie dann oft sagen, sie hätte ja gesucht, aber es wäre halt so schwer, passende Frauen zu suchen. Anatol Stefanowitsch hat etwas, was man sonst selten findet: Eine ziemlich einfache Antwort.

Kommen wir nochmal zurück zu gute Berichten, da ist der Gedankensprung zu guten Journalisten ja nicht weit. Wir wünschen sie uns ja immer, diese guten Journalisten. Wir klicken in unserem Web herum, lesen hier, bookmarken da, teilen dort und wenn wir gelegentlich so eine Papierzeitung in den Händen haben – vor allem eine der kleineren – dann fühlt sich das manchmal arg altbacken an. Aber die, die gerade ausgebildt werden, der Nachwuchs, der wird doch im Web zu Hause sein, oder?

Ausbildung, überhaupt immer ein schwieriges Thema. Vor der Berufsausbildung steht die Schulausbildung und eines der schwierigsten Themen dort ist die Inklusion. Was das ist? Das Wort dafür, behinderte Kinder nicht mehr unter dem Deckmäntelchen, dass „ihnen dort ja viel besser geholfen werden kann” in spezielle Schulen abzuschieben und sie statt dessen mit allen anderen zusammen zu unterrichten. (Ja, ich hab da eine klare Meinung). Der baden-württembergische Kultusminister hat da gerade eine echt doofe einzel-Entscheidung getroffen.

Kommen wir zum Service-Teil, diesmal für die Benutzer des Firefox. Zum einen hat das letzte Firefox-Update die AddOn-Leiste entfernt. Und diese Erweiterung bringt sie uns wieder.

Diese Erweiterung hingegen ist etwas für Grafiker und Fotografen – sie ermöglicht mit einem Mausklick die Abfrage bei mehreren großen Bild-Suchmaschinen und heißt selbsterklärend Who stole my pictures? Kann man ja vielleicht mal brauchen.

Noch was hübsches zum Schluss? Gerne. Frau Auge möchte nicht heiraten. Aber sie möchte ein Brautkleid tragen. Wieso auch nicht? Einen Tag geht sie dann mit ihrem Brautkleid in die Stadt und guckt, wie die Leute so gucken. Eine durchaus spannende Geschichte über die Reaktionen auf ein sehr spezielles, sehr überhöhtes Kleidungsstück.

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