Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Woanders

Beginnen wir unseren kleinen Linkreigen mit dem Thema Inklusion. Ich hatte ja schon etwas sehr langes darüber geschrieben, und hier finden sich auch noch einmal lesenswerte Worte. Besonders schön finde ich die Zwischenüberschrift „keine Gleichmacherei, sondern Chance” und daneben den einen Kommentar, der davon spricht, dass dieses Chancending eben an der Realität vorbei geht, weil nun einmal nicht alle die gleichen Chancen haben. Und weil ein „gesunder” diagnostiziert, welche Chancen eine „Behinderter” hat, darf man den Behinderten dann behindern oder wie? Entschuldigt, ich rege mich schon wieder auf.

Aufregen ist ja eh ganz wichtig, tut ja jede über alles – miteinander reden und mal zuhören und mal verstehen-versuchen hingegen ist ziemlich out. Philipp wirft einen Blick auf die schleichende, nichtsdesdotrotz gründliche Änderung in der Bedeutung des Begriffs „verstehen” (nach ”Gutmensch” und „Opfer”), woher die kommt und hat es nebenbei geschafft, mir mit einem sehr klaren kleinen Vergleich mal wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass es Menschen gibt, die gar nicht reden wollen. Falken und Tauben und so. Man darf das, glaube ich, nie vergessen.

Machen wir einen kleinen Schwenk rüber zu Frau Haessy, deren Körper auf einer ganz anderen Ebene als oben gemeint auch nicht ganz so funktioniert wie sie sich das wünscht. Und die sich deswegen furchtbar über einen Artikel in der BrandEins aufregt. Denn, so findet sie: Es ist in unserer Körper-entfremdeten Zeit ein bisschen simpel einfach zu sagen: „Essen Sie ruhig, Sie wissen schon was gut für Sie ist”.
Ich muss gestehen, ich habe den Artikel in der BrandEins gar nicht so schlimm gefunden wie große Teile meiner FilterBubble und mag den Tenor „Wir haben, wenn wir ehrlich sind, gar nicht wirklich Ahnung über Ernährung, deswegen kommt alle mal runter und hört auf Euch selbst” durchaus positiv hören, verstehe Frau Haessys Ansatz aber durchaus auch. Und trinken tu ich auch nie was. Kopfschmerzflosse, liebe Claudia.

Wo wir aber schon bei geunder oder ungesunder Ernährung sind (ist ja eh alles egal), kann ich auch gleich das Backrezept der Woche verlinken. Mein Lieblings-Satz: „Kurz nach diesem Bild stand Sohn II übrigens auf der Zitronenpresse, die Zeit bis zum Absturz reichte aber nicht für ein gelungenes Foto.” Ja doch, es ist wirklich ein Backrezept. Und wer hätte nicht schon immer a) die Herzdame in AspikGelatine sehen und b) wissen wollen, wie denn diese Waldmeisterweingummitorte aus der Kindheit geht?

Aprospos „Kindheit”: In meiner hatte mir irgendwer eine Fachzeitschrift für Musikinstrumente und Studiotechnik mitgebracht – da gab es einen Testbericht für ein tragbares Mehrspurgerät. Sensationell. Tragbar! Vier Spuren! Auf einer normalen Cassette! Revolutionär!
Times are-a-changing und natürlich kann das iPhone das heute auch. Propellerhead hat da einmal etwas vorbereitet.

Gehört habe ich in der letzten Woche viel Blues und mich dabei an Keb Mo erinnert. Den und seine unfassbar entspannte Art zu singen hab ich damals, als ich das Album in die Finger bekam sehr gemocht. Jetzt wieder.

3 Antworten zu “Woanders”

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