Woanders

Aus der Kategorie »just links«

„Bauer sucht Frau”, „Schwiegersohn gesucht”, „Beauty und Nerd”, „Model und Freak” – es gibt so viel schönes da draußen im Fernsehen. Und ja, natürlich nennen wir das alle ironisch „Unterschichtenfernsehen” aber gelegentlich schalten wir dann auch gerne mal rein. Wie soll man auch sonst sarkastisch darüber twittern? Frau HilliKnixBix macht einen kleinen gedanklichen Schlenker und erklärt erschreckend plausibel, was diese Sendungen mit Inklusion zu tun haben.

Überhaupt Inklusion: Wer dagegen ist, malt ja gern wahre Schreckens-Szenarien an die Wand, bei jauch saß eine freundliche junge Frau mit Trisomie 21, vom „Rain Man” wissen wir alle, wie Autismus geht … Stop, halt, falsch. Behinderungen sind so vielfältig wie der Rest des Lebens auch und gerade deswegen finde ich es wichtig, dass immer und immer mehr Menschen mit irgendwelchen Behinderungen zu Wort kommen. Immer und immer wieder. So wie Denise Linke.

Denn auch wenn viele Argumente gegen Inklusion viel damit zu tun haben, das Menschen ungern ihre Privilegien aufgeben, so haben auch viele Ängste davor erstmal mit purer Unkenntnis zu tun. Und was hilft gegen Unkenntnis? Wissen. Kennenlernen. Problematisch sind nur die, die meinen, dass sie schon genug wissen. Oder sogar etwas mehr als die anderen.
Was wir übrigens quasi alle tun – nicht nur beim Fußball oder beim Autofahren. Was man dagegen tun kann? Auch da hilft: Wissen. Bildung. Sonst nichts.

Aber apropos „Nicht wissen”: Wissen Sie eigentlich, was Ihre Kinder im Netz machen? (Nein, hier folgt jetzt kein Link auf eine neue Porno-Meta-Suchmaschine). Wir haben ja früher MTV geguckt und unsere Eltern haben es nicht verstanden. MTV gibts irgendwie nicht mehr so richtig – folgerichtig gucken unsere Kinder etwas anderes. Haben andere Stars, andere Events. Wenn Sie zufällig mit Marketing zu tun haben, dann lohnt sich da sicherlich mal ein Blick.

Ich selber folge aus Gründen seit einiger Zeit einer dieser YouTube-Stars und finde es äußerst faszinierend, wie die das Web so ganz anders nutzen als ich. Und dass sie dafür ca. 8362423 mal mehr Follower hat als ich.
Aber im Ernst: Auch diese kleine Bubble „Internet” ist schon seit einiger Zeit deutlich vielfältiger, als man im Alltag so glaubt. Instagram zum Beispiel – wir erinnern uns: Das Foto-Netzwerk zum Posten von Füßen am Strand und Essen in Restaurants – Instagram also kann man auch ganz anders nutzen, als gedacht.

Mein Lieblingslied in der letzten Woche war dieses hier:


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Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

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