Woanders

Aus der Kategorie »just links«

Ups? Wo ist denn der Monat hin? Ach ja, es war ja Ostern, da gibts natürlich keine kommentierten Links. Aber jetzt wieder.

Beginnen wir mit einem Thema, mit dem wir als Gesellschaft irgendwie noch nicht so richtig Übung haben: Mit dem Tod eines bekannten Menschen und wie wir in diesem sozialen Internet damit umgehen. Viele meinen ja, das Web sei hauptsächlich ein Ort für Hass und Häme, für Tratsch und Dummheit und abgesehen davon, dass ich unter anderem deswegen hier als Gegenbeweis immer wieder lesenswertes verlinke ist das an vielen Stellen oft wahr. Auch Frau Quadratmeter nimmt den Tod einer Prominenten als Anlass, mal kurz darüber zu schreiben, was sie alles nicht lesen möchte. Und ich finde, sie hat sehr recht.

Machen wir aber einen kurzen Abstecher zu einem etwas älteren Filmchen. Wollen wir das Web verstehen, wollen wir verstehen was es mit der Gesellschaft und die Gesellschaft mit dem Web macht, dann müssen wir auch auf die schauen, die das alles anders sehen und verstehen als wir. Es müssen ja nicht gleich zu Beginn unsere Innenminister sein, die wir verstehen wollen.
Aber nehmen wir als Beispiel mal ein paar Prominente in einer der angenehmeren deutschen Talkshows.
Der Anlass ist schon etwas her; der Anlass ist der PoetrySlam-Beitrag von Julia Engelmann, der ja auch schon genügend durchs Dorf getrieben worden ist. Lassen wir den selbst heute mal beiseite und schauen statt dessen, was passiert, wenn eine Web-Prominente, die einen unfassbaren Web-Hype erlebt hat, in eine Runde traditioneller deutscher Promis kommt. Gucken wir uns den Film mal daraufhin an, wie sie alle versuchen, das Phänomen zu verstehen, wahlweise Julia Engelmanns Geschichte in ihre eigenen Erfahrungshorizonte zu pressen. Wie sie staunend feststellen, dass auch gutes im Web passiert. Wie sie alle betonen, ja nicht zu surfen. Wie sie immer wieder nach schlechtem im Hype suchen. Das ist alles eher subtil, aber es ist da. Und ich find’s spannend: Julia Engelmann bei 3 nach 9.

So, das war ja jetzt alles sehr Meta, kommen wir doch zu drei eher praxisorientierten Beiträgen; man soll ja den Service-Gedanken auch in so einer kleinen Link-Reihe nicht vergessen.

Da ist erstens für alle iPhone-Besitzer ein Artikel von einem langjährigen Genius-Bar-Mitarbeiter. Und der erzählt, wie man bei seinem iPhone Strom sparen und so die Laufzeit des Akkus verlängern kann.

Dann ist da ein kleiner Leitfaden (haha, ich hätte fast Leid-faden geschrieben. Du lustiges Unterbewusstsein, Du!), ein kleiner Leitfaden also zum korrekten Verhalten, wenn man einen Vertrag kündigen möchte. Mit Ratschlägen zum Umgang mit Briefen von Russland-Inkasso und so. Kann man ja vielleicht auch mal brauchen.

Und drittens hat facebook ja für uns entschieden, dass Videos in der Timeline automatisch starten, wenn sie ins Sichtfenster gescrollt kommen. Hurra. Man kann das abschalten – hier steht, wie.
Wer – wie ich – PlugIns eh komplett nur auf Anforderung aktivieren möchte und sich dazu in die Konfigurations-Hölle begeben mag, findet für Firefox und Chrome eine Anleitung, alle PlugIns auf „Click to play” zu stellen.

Abschließen noch etwas Eigenwerbung: Diese Woche schrieb ich im Techniktagebuch über eine Erinnerung daran, wie ein Großmarkt schon Ende der siebziger die Kasse und das Warenwirtschaftssystem verbunden hatte und seine Kunden dazu zwang, mit Lochkarten zu hantieren.

Mein Lieblingslied in der vergangenen Woche war Morenika von Avishai Cohen. Die Musik erinnert mich sehr an das Esbjörn Svensson Trio und das ist fast das beste, was mir musikalisch so passieren konnte.


Ähnliche Artikel lesen?

Außerdem schrieb ich zum gleichen oder ähnlichen Themen auch noch …

Ich finde den Artikel super!

Das freut mich natürlich sehr.

Du kannst den Artikel weiter verbreiten
Du meinst, der Artikel könnte auch anderen gefallen? Dann findest Du etwas weiter oben auf dieser Seite, direkt rechts unten am Artikel ein paar Buttons. Damit kannst Du den Artikel per eMail, Twitter, facebook oder google+ weiter verteilen. Ich würde mich darüber freuen.

Mir ein Geschenk machen? Uiuiuiui.
Gefallen Dir meine Artikel immer wieder, schöder Mammon ist Dir aber zu doof? Dann mach mir doch eine Überraschung: Hier findet Du meine amazon-Wishlist mit ausgesuchten und garantiert Freude spendenden Präsenten zwischen fünf und zweitausenfünfhundert Euro – da ist bestimmt was passendes dabei.

Geld? Wow.
Ist Dir mein Artikel darüber hinaus sogar noch etwas wert, dann findest Du bei den Icons zum Verbreiten des Artikels einen flattr-Button. Jeder Euro, der darüber reinkommt geht direkt weiter an netzpolitik.org.

Wer? Was? Warum?

Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

3 Reaktionen

Am 27.04.2014 um 11:57 Uhr meinte Jörg:

Den iphone Artikel hatte ich via lifehacker schon gelesen und die Sache mit der Prozentanzeige ist so genial wie offensichtlich, da hätte man selbst drauf kommen können.


Dein Kommentar:

Du möchtest auch so ein hübsches Bild am Kommentar haben? Die Bilder gibts bei gravatar.com
Die Bedingungen für das Buchen eines kommerziellen Kommentars findest Du hier.


Auch anderswo wird darüber gesprochen …

Bei facebook gabs den „Daumen hoch” von: