Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

working jawl

  • Setzlinge stecken in der Gärtnerei
  • Praktikant in der Werbeagentur
  • Schrauben packen in der Fabrik
  • Paletten packen in der Fabrik (beschlossen: nie wieder Fabrik)
  • Regale einräumen im Supermarkt
  • T-Shirts verkaufen im Supermarkt
  • Hausmeister- und Jugendtreffs-Zivi in der Kirchengemeinde
  • Druckvorlagen, Kataloge und Kuchen fahren für eine Werbeagentur (Super Job. Das doofe Internet hat ihn gekillt)
  • Mikrofonaufsteller, Kabelzieher und Knopfdrücker im Tonstudio
  • Livemischer für einen aufstrebenden HipHop-Act
  • Kellner im damaligen Mendener Szenecafe
  • Jugendtreff renovieren
  • Jugendliche im renovierten Jugendtreff bespaßen pädagogisch betreuen (3 lange Jahre. Hab mich bis zur Leitungsvertretung hochgeschlafen und bin mit meinem ersten Nervenzusammenbruch wieder raus)
  • Kinder-Sommerferienspaß (7 mal immer 6 Wochen in den Sommerferien. Großartig.)
  • diverse Seminare in der örtlichen Jugendbildungsstätte. (Zum Beispiel eines, was offiziell „Liebe, Sex und Zärtlichkeit“ hiess, als Arbeitstitel aber konsequent „Ficken für Anfänger“ genannt wurde. Aber auch Survival-Zeugs oder so)
  • Inventur im Laden der Mutter meiner Chefin aus dem Jugendtreff
  • DJ bei ein paar Partys
  • Hausaufgabenbetreuung für die Hauptschule
  • Telefon-Umfrager für ein großes deutsches Meinungsforschungsinstitut
  • Jugendamtsmitarbeiter bei der Sozialpädagogischen Familienhilfe „Der Mann vom Jugendamt“
  • Kulissenaufbauer für Tourneetheater im örtlichen Veranstaltungssaal
  • Mitarbeiter in der Erziehungsberatungsstelle (siehe „Der Mann vom Jugendamt“)
  • Tontechniker im Theaterverein
  • freier Webdesigner
  • Mitinhaber einer Webdesign-Agentur
  • freier Internetconsultant und Webdesigner

Via Maike und Bee.

4 Antworten zu “working jawl”

  1. Me[l] sagt:

    Sachma… kann es sein, dass Du schon knapp 150 Jahre alt bist? *staun*

  2. Christian sagt:

    nee … – vieles davon war parallel, manches nur für ein paar wochen, weniges (inventur) nur einen tag.
    da kommt dann einiges zusammen, wenn man studiert und sich dabei halt über wasser halten muss.

    aber ich will fast keine der erfahrungen misssen – so heute im rückblick.

  3. […] Die aufmerksame Leserin erinnert sich vielleicht, dass ich unter vielem anderen auch mal im Supermarkt gejobbt habe. Also da, wo man dem Volk aufs Maul schauen kann, da wo die Käufer das Zeug konsumieren sollen, was in teuren Loft-Etagen in Hamburg oder Düsseldorf mit klangvollen Namen versehen wird. […]

  4. […] Schon als ich das erste Mal in Berlin war, da stand das schon unter einem schlechten Stern. Ich hatte eine meiner Kurierfahrten für die Werbeagentur der Nachbarn gemacht (Druckvorlagen. Keine Kuchen) und eben diese Fahrt hatte mich nach Eisenhüttenstadt geführt. Was ja quasi schon Polen ist. Aufgrund eines ziemlich fiesen Schneesturms und der absoluten Unfähigkeit der Bewohner des Zwischnraums zwischen Eisenhüttenstadt und Berlin mit den neu erworbenen Audis und BMWs (das war ja kurz nach der Maueröffnung) in diesem Schnee umzugehen brauchte ich für die knappen 100 Kilometer nach Berlin gute 6 Stunden und fiel – endlich im Hotel angekommen – quasi sofort in einen tiefen, tiefen Erschöpfungsschlaf. Da war dann nicht mehr so viel mit Großstadt-Nachtleben. Am nächsten Tag schneite es a) immer noch und b) erwies sich die Aussage meiner damaligen Freundin, sie „kenne sich in Berlin gut aus, sie habe hier schon einmal einen Wochenendurlaub verbracht” als etwas zu mutig. Wir verfuhren uns tapfer durch viele graue östliche Vororte, waren schlußendlich einmal auf’em Ku’damm und das wars. […]

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